Folge 9: Was die Beziehung Deiner Eltern mit Dir zu tun hat

Shownotes

Was braucht es eigentlich für eine gesunde Kindheit, die das spätere Eltern- und Erwachsensein frühzeitig auf ein gesundes Fundament stellt? Diese und weitere Fragen klären Sven Furrer und ich in der heutigen Ausgabe unseres Podcasts. Dabei klären wir auch, warum sich wichtige Beziehungswahrheiten nicht nur dahinter verstecken, wie unsere Mütter und Väter sich jeweils um uns gekümmert haben und ob wir die Beziehung zu ihnen als gut beschreiben würden, sondern vor allem darum, wie die Elternteile zu sich selbst in Beziehung standen – und untereinander. Denn das ist die Art von Beziehung, die sie uns vorgelebt haben und die für unsere Zukunft buchstäblich zur Blaupause wird – und damit möglicherweise ein Leben lang zu dem, was wir schmerzlich vermissen. Darüber hinaus besprechen wir auch, warum es eigentlich nicht viel für gesunde Kindheit braucht und erläutern, was das Wenige ist und warum es so essenziell ist.

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Transkript anzeigen

00:00:14: Daraus lerne ich, wie man mit sich selbst umgeht.

00:00:17: Und gleichzeitig lerne Ich natürlich auch was Mann sein und Frau sein heißt.

00:00:25: Wenn ich gut mit mir bin wenn ich satt mit mir Bin wenn ich im guten dort ja in meinem Leben stehe Dann kann ich das leben was Eltern schafft ausmacht?

00:00:35: Ich kann nämlich geben kümmert euch darum dass ihr in gute Beziehung zu euch kommt oder bleibt.

00:00:47: Gesundes Leben ist gelingende Beziehung.

00:00:48: Eine weitere Folge herzlich willkommen!

00:00:51: Hallo Miriam,

00:00:52: hallo Sven.

00:00:53: In der letzten Folge haben wir die ersten zwei Beziehungswahrheiten angeschaut und miteinander besprochen.

00:00:59: in dieser Folge geht es um die nächsten beiden Beziehungen Wahrheiten die wir als Kind in Beziehion lernen und die uns in unseren Beziehionen bestimmen.

00:01:07: du schreibst in deinem Buch.

00:01:09: jeder von uns kennt das Gefühl dort wo dich Chemie stimmt isst man sich gerne nah.

00:01:15: Dort, wo sie nicht stimmt bleibt man lieber auf Distanz.

00:01:18: Wie kommt es?

00:01:19: Dass viele Menschen die Nähe suchen, wo es nicht stimmt?

00:01:23: Vielleicht einmal um etwas kurz verweckt zu nehmen bevor wir einsteigen?

00:01:27: Es braucht nicht viel für eine gesunde Kindheit und auch für eine glückliche Kindheit Aber dieses wenige ist existenziell.

00:01:36: Und wenn dieses Wenige nicht stattfindet dann entsteht in den Betroffenen durch diese fehlende Beziehungserfahrung ein ganz tiefes Leg, ein emotionales Leg und damit verbunden einen ganz tiefen Sehnen nach dem Nicht-Stadt gefunden.

00:01:55: Und der Anspruch das muss jetzt nochmal wieder gut gemacht werden.

00:02:00: ich möchte dass was damals nicht stattgefunden hat jetzt aber stattfindet.

00:02:06: und dann fangen die Betroffenen an immer wieder an den Stellen zu suchen, wo es nicht geht mit dem Wunsch dass es geht was natürlich nicht möglich ist.

00:02:19: Dass das alles unbewusst ist und vielen überhaupt nicht nachvollziehbar ist und es zum Teil jahrelang braucht manchmal Jahrzehnte bis die Betroffenen in die Beratung kommen weil wieder die Partnerschaft gescheitert ist dann festgestellt wird, okay ich suche eigentlich immer an dem falschen Ort.

00:02:38: Die Chemie stimmt eigentlich nicht und genau das zieht mich so sehr an weil ich möchte dass sie

00:02:45: stimmt.".

00:02:45: Aber trotzdem!

00:02:46: Nicht viel ist ja relativ.

00:02:47: also das heißt es braucht ja schon einiges um vor allem oder sagen wir jetzt mal Es braucht nicht viel so ganz wesentliches aber das sehr konsequent und durch die ganze Kindheit hindurch?

00:03:00: Genau.

00:03:01: Also es braucht nicht viel Materielles.

00:03:04: Es brauchen nicht viel Tun, es braucht eine wenige aber wesentliche Grundhaltung in Beziehung.

00:03:13: Es braucht nicht viele Werte, aber die wenigen Werte sind existenziell notwendig.

00:03:22: Dann kommen wir jetzt zur dritten Beziehungswahrheit, die da lautet

00:03:26: Das ist die Wahrheit über Mann und Frau sein.

00:03:29: D.h.,

00:03:29: die Beziehung, die die Eltern zu sich selbst haben.

00:03:33: Meine Eltern leben mir natürlich automatisch jeden Tag vor was es heißt, Mann oder Frau zu sein?

00:03:41: Wie sie mit sich selbst umgehen!

00:03:44: Und daraus lerne ich wie man mit sich selber umgeht.

00:03:48: Gleichzeitig lerne auch, was Mann und Frauen sein heisst.

00:03:54: Und du kannst natürlich im gesunden Sinne ist die Frage, wer ist mein Vater?

00:03:59: Ist mein Vater ein Mann der authentisch im Leben steht.

00:04:02: Der gut mit sich in Beziehung ist.

00:04:04: Der den inneren Dialog lebt.

00:04:06: Der für sich interessiert und offen ist.

00:04:08: der mitfühlt, mit sich ist.

00:04:11: Der auf Augenhöhe isst.

00:04:13: Der wirklich seine Linien, seine Grenzen erkennt, anerkennt und deren gesunden Selbstwert hat.

00:04:20: Das Gleiche gilt für meine Mutter.

00:04:22: Ist meine Mutter die Frau, die sie ist?

00:04:24: Steht sie gut mit sich im Leben?

00:04:26: Mag sie sich?

00:04:27: Verkörpert sie sich als Frau?

00:04:31: etwas, was ich als Mensch, als kleiner Mensch von Anfang an angucke.

00:04:36: So wie die beiden mit sich selbst umgehen – ob sie mit sich gut sind!

00:04:41: Daraus lerne ich, mit mir selbst

00:04:45: umzugehen.".

00:04:45: Und da komme ich auf ein Thema, das wir auch schon besprochen haben und das ist ja eben dieser Kelch der von Generation zu Generation weitergeht oder weitergegeben wird… wurde damals den Eltern vorgelebt, oder eben Stichwort Patriarchat zum Beispiel.

00:05:02: Was natürlich mitschwingt und wenn man sich nicht von dem emanzipiert, dann geht das mehr oder weniger eins zu eins weiter.

00:05:11: Naja

00:05:11: natürlich leben eben meine Eltern mir die Wahrheiten vor was Mann sein und Frau sein ist auch in einer Beziehungskonstellation über die wir ja gleich noch als vierte Wahrheit sprechen.

00:05:22: also wie gehen man Frauen miteinander um?

00:05:24: Wie gehen Paare miteinander um?

00:05:26: Das prägt sich natürlich automatisch auch wieder auf den Umgang mit sich selbst.

00:05:31: nur wenn ich in einer Partnerschaft lebe wo ich unterhalb der roten Lieben die unterdrückte bin, dann kann ich auch nicht gut mit mir selbst in Beziehung sein.

00:05:40: Weil ich nämlich meine Beziehungen zu mir selbst schon in der Partnerschaft aufgegeben

00:05:43: habe.".

00:05:44: Und das wirkt dann dementsprechend auch auf das Kind aus.

00:05:48: Aber vielleicht da sich nochmal deutlich zu machen, es ist ein Irrtum zu meinen dass die Eltern sagen Es reicht, dass wir uns gut um das Kind kümmern Dass wir also uns dem kind direkt im guten Zuwänden Das ist sehr wichtig Ja?

00:06:05: Das hatten wir ja auch in der letzten Folge besprochen.

00:06:09: aber Auch Die indirekten Ebenen sind ganz entscheidend.

00:06:13: Ich habe eine junge Frau mit einer Erstörung gehabt, die erzählte.

00:06:19: Die Eltern sind gut mit dir in Beziehung und die lieben sie und sagen Mensch das ist alles gut was du machst und du musst dir keinen Druck machen.

00:06:28: Das ist also super wir sind dir immer an deiner Seite.

00:06:33: Du musst nicht perfekt sein Also alles was man sich vorstellt.

00:06:38: Aber die junge Frau hat eine Ästergerung entwickelt, in dem Moment wo sie in die Pubertät kam und erzählte dann irgendwann dass sie sagte also eigentlich ist es bei uns gut.

00:06:47: aber das was nicht gut ist meine Mutter.

00:06:50: die mag sich nicht.

00:06:52: Meine Mutter macht ständig Diäten.

00:06:54: Meine Mutter sitzt ganz häufig alleine im Zimmer und ist traurig.

00:06:58: Und guckt sich im Spiegel an, ich sehe schon immer wie mein Vater versucht sie zu überzeugen dass sie sich keine Gedanken macht.

00:07:05: aber meine Mutter mag sich einfach nicht die mag keine Frau sein Die mag sich als Frau nicht.

00:07:10: Und das war etwas, was die junge Frau zutiefst belastete und weil sie sehr eng mit der Mutter verbunden war, dass automatisch auch in ihrer Frau sein oder in ihr Frau werden – Mit Verinnerlichte!

00:07:27: Frau sein ist nicht gut, das ist mit Schmerzen verbunden.

00:07:31: Mit keinem fröhlichen Leben.

00:07:33: Na ja dann will ich keine Frau werden und dann hungele ich mich jetzt mal runter dass ich gar nicht in meine Weiblichkeit komme.

00:07:41: oder um das gerecht zu machen, ein häufiges Beispiel ist auch Männer die sich erschöpfen.

00:07:46: Die bei mir sind und sagen also ich hätte es nie gedacht aber ich bin wie mein Vater geworden.

00:07:51: Ich

00:07:51: rede nicht über Gefühle, ich bin genauso hart und ich renne genau so hinter Leistung, hinterher wie's mein Vater getan hat.

00:07:59: Du schreibst im Buch halte ich selbst nicht viel von mir habe ich möglicherweise keine Verbindung zu mir?

00:08:05: Ist die Nähe zu meinem Kind verkrampft und distanziert oder sogar distanzlos und vereinnahmend?

00:08:11: Und das wirkt sich natürlich unmittelbar auch auf die Beziehung aus, die ich zu meinem Kind habe.

00:08:16: Eben genau so!

00:08:18: Wenn ich gut mit mir bin, wenn ich satt mit mir ben, wenn im guten dort ja in meinem Leben stehe dann kann ich das leben was Elternschaft ausmacht.

00:08:28: Ich kann nämlich geben und um das Gefühl zu haben mein Kind nimmt mich aus weil ich habe mich selbst und ich hab übrigens meine Partnerschaft.

00:08:38: Wenn ich aber nicht gut mit mir bin, wenn ich mich unwohl mit mir fühle.

00:08:42: Wenn ich mir selbst nicht nahe bin und mich körperlich nicht mag.

00:08:46: Und dann kommt da ein kleiner Mensch der Nähe sucht, der Geborgenheit sucht... ...und das eben in seinen kleinen Wuchten auch macht!

00:08:54: In seiner Bedürftigkeit wird mir das unangenehm.

00:08:58: Dann kann ich nicht wirklich umarmen oder richtig Nähe geben.

00:09:04: Ich werde jetzt aufgefressen.

00:09:07: Oder wenn ich mich selbst nicht mag, mich ablehne kann auch das andere Extrem kommen.

00:09:13: Dass ich so bedürftig bin dass man mich annimmt, dass sich die ganze Zeit mein Kind umarme und meinem Kind sagt nun drück mich doch nochmal!

00:09:24: Und da die ganze zeit Nähe lebe und mein Kind auf eine Art und Weise vereinnahme wo das Kind dann natürlich völlig überfordert wird.

00:09:34: Was später sich dann bis hin auch in die körperliche Beziehung auswirkt, die dann die Betroffenen von denen sie berichten?

00:09:42: Also ein Mann sagte mal in einer Beratungsersachte also ich habe Schwierigkeiten mit der Nähe zu meiner Frau und zwar weil ich immer das Gefühl habe dass dort, wenn da ein echtes Bedürfnis von meiner Frau kommt.

00:09:58: Dann fällt das so auf eine Schiene in mir von Bedürftigkeit wie meine Mutter die ganze Zeit früher wie ein leeres Loch an mir gehangen hat.

00:10:08: Es war grauenhaft die Nähe und das lässt mich bis heute noch nicht los.

00:10:14: Deswegen kann ich zu meiner Frau Nicht näher leben bzw ihr keine Geborgenheit wirklich geben.

00:10:22: Aber was brauchen wir dann als gesunde Wahrheiten?

00:10:25: Die gesunde Wahrheit ist der innere Dialog mit sich selbst.

00:10:30: Das heißt, die einzelnen Werte auch sich selbst gegenüberbringen, sich zu tief für sich zu interessieren – also überhaupt Interesse für sich spüren, kein Tabu sich selber gegenüberzuhaben sondern offen zu sein wer ich bin dass sich selbst zu fühlen, zu verstehen in den Gefühlen.

00:10:49: Also die aktive Beziehungsgestaltung keine Vorstellung von sich zu haben wie ich zu sein habe ein ganz entscheidender Punkt.

00:10:57: Ein Kind will nicht die Eltern, die einer Vorstellung hinterherrennen sondern einen Kind sieht.

00:11:03: wie ist meine Mutter?

00:11:03: Wie ist mein Vater?

00:11:04: und die liebe ich so wie sie sind.

00:11:06: Und wenn die ständig irgendwie versuchen da zu performen dann gibt es keine richtige Nähe für mich, weil sie die ganze Zeit sich selbst nicht nah sind.

00:11:16: Weil sie irgendein Anspruch, irgendeine Perfektion hinterherjagen wo Sie sich von mir entfernen.

00:11:22: also die Augenhöhe sich selbst gegenüber ist eine Wahrheit, die im gesunden Sinne ist der Respekt und die Selbstliebe.

00:11:31: Also die gesunde Wahrheit das zu vermitteln ich weiß wer Ich bin Es ist nicht alles gut, was ich tue.

00:11:42: Aber... Ich habe zum Guten in mir gefunden und bin gerne da!

00:11:47: Und lebe mein Mann und mein Frau sein?

00:11:50: Dann das ist ja auch die geschlechtliche Identität.

00:11:52: Die lebe ich im Guten und ich bin gerne ich.

00:11:55: Das is' die gesunde Wahrheit die ein Kind braucht.

00:12:00: Also ich erinnere an eine Mutter, die sagte Mensch also meine Kinder sind so sensibel?

00:12:05: Die fragen schon immer Menschen Mama was ist jetzt?

00:12:08: du guckst heute schon wieder so?

00:12:09: die sind wie so ein Seismograph und da ging es mal eine längere Zeit nicht zu gut und die Kinder sind immer angucken Wie guckt die Mutter?

00:12:18: ist die Mutter gut drauf?

00:12:19: fühlt sie sich wohl um selbst dann frei sein zu können.

00:12:23: Oftmals ist es ja wirklich so, dass man sich irgendwie im Außen orientiert und eben immer auf der Suche ist.

00:12:29: Und sich dabei erschöpft und nie wirklich zufrieden mit sich selber kommt.

00:12:34: Du machst ja mit deinen Klienten oftmals auch Übungen.

00:12:38: Magst du eine Beschreiben gerade in Bezug auf diese Beziehungswahrheit die wir jetzt besprechen?

00:12:43: Also die Übung, die ich da häufig mache ist im ersten Schritt einfach eine Bewusstwerdung wie die Atmosphäre, die wir in Bezug auf uns selbst einfach auf die Umgebung wirken.

00:12:58: Da denkt man ja am ersten Schritt Mensch.

00:13:00: also wenn ich einfach nur für mich bin und schlechte Laune für mich habe und mich nicht mag, wie hat mein Umfeld damit zu tun?

00:13:06: Das Umfeld hat ganz viel mit zu tun denn dich umgibt die Atmosphäre, dich um gibt alles das was du von dir hältst.

00:13:14: Und wenn man mit dir näher lebt, dann kommt man automatisch mit dem in Kontakt was du von Dir meinst und wie nah Du Dir bist.

00:13:25: Ich bitte immer mal wieder Klienten die bei mir sind einfach wenn es auch um die Aufarbeitung der eigenen Kindheit geht sich zu verdeutlichen was den Vater oder die Mutter in Bezug auf sich selbst umgeben hat Und das dann auf DINA IV Zettel zu schreiben und das einfach mal um die Eltern auch anzuordnen.

00:13:47: Dass nachher da so Kreise liegen, wo einfach dann verschiedene Punkte stehen.

00:13:52: wie war die Beziehung?

00:13:54: Die die Eltern zu sich hatten?

00:13:55: was für eine Atmosphäre war.

00:13:58: Und das Gesunde ist, wenn dich Interesse umgibt.

00:14:02: Wenn Mitgefühl ist, wann Augenhöhe isst, wann Respekt isst und wenn Liebe isst.

00:14:07: Das ist... Da fühlt man sich automatisch hingezogen und man ist gern mit den Menschen zusammen der entspannt ist, der sich liebt, der nicht nazistisch ist sondern er gut mit sich ist, wer sich versteht, der selbst nicht so wichtig nimmt weil er einen guten Wert mit sich hat.

00:14:23: wo ich spüre Mensch dass es einfach ein gutes Gegenüber.

00:14:27: Und wenn aber jemand die ganze Zeit unzufrieden ist, dort das Gefühl hat dass er nicht gut genug ist eine Wertlosigkeit, eine Minderwertigkeit in sich trägt dann verbunden mit einer Überhöhung und einer Arroganz.

00:14:44: Dann eine Unsicherheit oder Zweifel oder einer permanenten Abwertung sich selbst gegenüber.

00:14:52: und da dann in Beziehung tritt dann spüren die Betroffene, warum sich das häufig so unsicher und auch ungut bei den Eltern angeführt hat.

00:15:04: Weil sie die Eltern nie wirklich gefühlt haben sondern eher die ganzen Bewegungen und Atmosphären, die in den Eltern unverarbeitet hausten.

00:15:15: Ein Mann sagte zum Beispiel, wo die Mutter eine permanente Unsicherheit sich selbst gegenüber hatte.

00:15:20: Die hatte keine Augenhöhe.

00:15:22: Da sagte er also ich war als Junge immer ihre zweite Achse.

00:15:27: Das heißt also ich habe ihr die Stabilität gegeben!

00:15:31: Ich habe ihr als kleiner Mann schon, wo ich noch gar kein Mann war, war ich immer Ihr Beistand und das ist etwas was ihn später in seinen Beziehungen gerade auch in seinen Partnerschaften maßgeblich beeinflusst hat.

00:15:45: Wir haben ja jetzt oftmals angesprochen, dass in dem Sinne des Negativen das man von den Eltern übernommen hat und dann sich irgendwann mal ausbrannt wegen irgendwelchen Prägungen.

00:15:56: aber in diesem Sinn gibt es ja auch das Positive.

00:15:58: also wenn die Eltern wirklich mit sich im Reinsinn das vorleben und man nimmt das mit ins Erwachsenen Leben so dann ist es ja gut wenn man das übernimmt als solches.

00:16:08: Und

00:16:08: wie?

00:16:08: Natürlich!

00:16:09: Das ist ja das, weswegen wir das besprechen.

00:16:12: Auch die innere Realität ist eine negative Beziehungswahrheit und das ist die negative Prägung, die in der Gegenwart jetzt blockiert.

00:16:22: Und eine positive gesunde Beziehungswahrheit ist – wie wir das eben auch besprachen – gut mit sich zu sein?

00:16:30: Zu sein wer ich bin wenn ich dass mein Kind an Vorlebe ohne mich zum Maßstab zu machen.

00:16:35: Es gibt nichts Besseres!

00:16:37: Meine Kinder spüren, ich gehe mein Weg.

00:16:40: Das ist nichts Besseres was ich vorleben kann und zwar geh' ich mein Weg und du wirst genauso dein Weg gehen.

00:16:47: das kann sein dass das dergleiche ist aber nicht weil Du dann's nachmachst sondern weil Du das auch in Dir spürst oder Du gehst einen ganz anderen Weg.

00:16:56: entscheidend is', daß ich diese Energie dieser Atmosphäre meinem Kind vermittel.

00:17:02: Es geht ja nicht um Inhalt, sondern eben wirklich ... wie du sagst die Atmosphäre.

00:17:07: Für unsere Zuhörerinnen und Zuhöre als Anregung zur Selbstreflexion.

00:17:11: jetzt in Bezug auf diese Beziehungswahrheit Die Beziehung meiner Eltern zu sich selbst Welche Fragen sollte man sich stellen?

00:17:18: Also das ist eine Ebene, die den meisten gar nicht wirklich bewusst ist.

00:17:24: Dass das auch entscheidend prägt und viele Klienten in der Therapie sagen Puh also ich weiß gar nicht wie meine Eltern mit sich in Beziehung waren.

00:17:35: da muss ich mir jetzt überhaupt erst mal Gedanken machen.

00:17:37: und darum geht es aber Tatsächlich, und das ist jetzt auch möglich als erwachsener Mensch sich einmal zurück in die Lage der Eltern damals hinein zu versetzen.

00:17:48: Und sich mal auf den Platz der Mutter und des Vaters zu versetzten und zu fühlen wie haben sie sich eigentlich damals gefühlt?

00:17:58: Auch in Bezug auf sich selbst!

00:18:00: Und das sich einmal auch in Bezug auf die Dialogwerte fragen.

00:18:05: Gab es ein Interesse?

00:18:07: Haben die Eltern sich für sich interessiert, waren sie frei, waren die wer Sie waren oder haben sie sich selbst auch bestimmten Dokmenvorstellungen maßstäben unterworfen?

00:18:18: gab Es tabus die die Eltern auch in bezug auf sich selbst trugen Die ich jetzt im bezug auch auf mich übernommen habe.

00:18:26: also da ist ein ganz entscheidender punkt und und auch die Frage sich zu stellen.

00:18:32: Und das ist eine ja, eine Frage des Mitgefühls mit sich selbst einmal in sich hineinzufühlen wie habe ich eigentlich die Nähe zu meinen Eltern erlebt?

00:18:41: Also war ich meiner Mutter eigentlich gerne nahe und war ich meinem Vater gerne nah.

00:18:45: was hab ich so in dieser Nähe gefühlt erfahren und in dieser nähe dann ist es eben dass ich natürlich meine Eltern selbst auch in Bezug auf sich erfahren habe.

00:18:55: Also und jetzt, glaube ich können wir zur letzten und vierten Beziehungswahrheit kommen.

00:18:59: Ja aber lass uns da immer noch kurz den Bogen insofern mit einer Aussage schließen das ist ja die Suche in der Aufarbeitung nach der eigenen Kindheit.

00:19:09: Aber nochmal auch bewusst zu machen Den Eltern entgegenwart kümmert euch im guten um euch selbst.

00:19:16: also kümmt euch genauso wie ihr euch um die beziehung zu eurem kind kümmart.

00:19:21: kümmert euch darum, dass ihr in gute Beziehung zu euch kommt oder bleibt.

00:19:26: Also wenn ihr gut mit euch seid dann gebt ihr euren Kindern ganz viel schon mit und ihr könnt ja auch überhaupt erst gut mit den Kindern sein, weil jede Beziehungen die wir führen beginnt immer mit der Beziehung zu uns selbst.

00:19:43: Das ist der Boden auf den wir Beziehungen führen, also es geht nicht nur in der Aufarbeitung der eigenen Kindheit sondern auch der Bewusstwertung der eigenen Eltern.

00:19:55: schafft und die Beziehungs- sich selbst dann machen wir ja die nächste Folge auch.

00:19:58: Absolut!

00:19:59: Und ich sage auch immer... Ich muss ja in der Stärke bleiben, also das heißt muss ich mit mir selber im Rhein sein und muss mich eben mich in meiner Haut wohlfühlen.

00:20:08: Und zu mir stehen können dass ich eben auch Kapazität für... für andere Sachen habe.

00:20:13: Genau, wenn ich nicht ich selbst bin dann findet in Beziehung am Ende fremde Stadt und das bitte in aller Deutlichkeit zu sehen.

00:20:22: Wenn ich nicht Ich selbst Bin Dann führen meine Kinder mit einem fremden Beziehungen Und Meine kinder spüren es weil die kinder Spüren noch Das echte im menschen.

00:20:34: Und jetzt kommen wir zur letzten und vierten Beziehungswahrheit.

00:20:38: Und zwar die letzte entscheidende Wahrheit für unsere spätere Beziehunggrundlage, die vierte Beziehungen-Wahrheit ist die Beziehing zwischen den Eltern.

00:20:48: Habe ich das richtig?

00:20:49: Genau!

00:20:50: Das ist die Partnerschaft so wie die Eltern miteinander umgehen.

00:20:53: Das isst wo der kleine Mensch von Anfang an lernt ok So gehen Menschen miteinander um.

00:21:01: Das ist ein ganz entscheidender Punkt.

00:21:04: In deinem Buch hast du einen Zitat drin eines fünfundreißigjährigen Mannes, der sagt ich hatte ihm eine gute Einzelbeziehung zu meinen Eltern und er sagte das während eines Seminars dass du mit ihm gehabt hast.

00:21:16: aber wissen Sie was mir gerade deutlich wird?

00:21:19: Was mich mein Leben lang belastet hat?

00:21:21: die Beziehung der beiden?

00:21:23: Da ist meine Blockade.

00:21:25: Ich musste ständig Feuer löschen und hatte keine Zeit, mich selbst zu fühlen und mich um mich zu kümmern – genau so was ich gerade in meinem Job mache.

00:21:35: Genau!

00:21:36: Und deswegen einfach sich deutlich zu machen die Beziehung zwischen den Eltern ist eine ganz entscheidende Beziehungs-Ebene, die auf dem kleinen Mensch von Anfang an einwirkt Und sie ist deswegen so entscheidend, weil aus dieser Beziehung der kleine Mensch entstanden ist.

00:21:52: Die Beziehungen der Eltern sind die existenzielle Grundlage für den kleinen Menschen.

00:21:56: Das ist die Wurzel das ist mein Ursprung und so isst je kleiner ich bin.

00:22:02: alles was zwischen den beiden stattfindet beziehe natürlich automatisch auf mich selbst denn Ich bin aus diesen beiden Teilen entstanden und Je kleiner ich Bin umso mehr dort, weil mein Eltern Zerrissenheit zum Beispiel ist.

00:22:18: Um so oder Krieg ist oder Kampf ist oder was auch immer im Negativen umso mehr findet das in mir

00:22:24: statt.".

00:22:25: Ja und das ist ja die Problematik dass eben oftmals Kinder in irgendwelche Rollen rutschen um eben zwischen den Eltern zu vermitteln oder zu schlichten oder wie eben dieser fünfund dreißigjährige Mann sagt Brände zu löschen die das Kind eigentlich nicht will und auch nicht kann.

00:22:42: Und das können wir nur verstehen, wenn wir verstehen dass die Beziehung der Eltern die Existenz für das Kind ist.

00:22:52: Das ist nichts Rationales sondern zutiefst emotionales und das ist ja etwas was viele auch Erwachsene berichten.

00:23:00: es fühlt sich irgendwie komisch an wenn die Eltern obwohl wir alle schon erwachsen sind sich im späteren Alter noch scheiden lassen weil sie gehören irgendwie zusammen.

00:23:09: und wenn das Kind klein ist dann diese Beziehung der Eltern, woraus das Kind entstanden ist.

00:23:15: Das Fundament!

00:23:17: Auf diesem Fundament baut das Kind sein Ich auf.

00:23:20: Die Beziehungen der Eltern sind die Wiege des Kindes in der es ins Leben kommt und wenn die Beziehungszeit dort nicht gut ist dann ist es natürlich klar dass der kleine Mensch alles tun wird damit das Gut ist, damit seine Existenz gesichert ist.

00:23:40: Und insofern ist für viele, die sich im Erwachsenenalter erschöpfen eine Beziehungs Wahrheit aus dieser Ebene entstanden.

00:23:51: Also sie tragen eine vierte Beziehung Wahrheit in sich.

00:23:54: ich bin dazu da um für Harmonie zu sagen.

00:23:59: Das heißt Ich habe eigentlich gar keine Zeit mich um sich selbst zu kümmern Weil meine Eltern letztendlich auch nie wirklich Zeit hatten, sondern sich eigentlich im Fokus stand die Beziehung der Eltern.

00:24:11: Die waren zwar einzelnfreundlich zu den Kindern und auch im Guten – da fand jetzt nichts negative statt!

00:24:18: Aber der Hauptfokus war letztendlig in einem Drama häufig der Eltern Und das ist natürlich wahnsinnig belasten für die Kinder.

00:24:28: Und trotzdem ist die Realität in unserer Gesellschaft, dass sich eben viele Eltern trennen und manchmal ist es vielleicht auch sogar besser wenn sie sich trennen.

00:24:36: Wenn sie nachher irgendwie den Rang finden das die Kinder eben diese Rolle innerhalb der Familie nicht mehr übernehmen müssen sondern wieder ein bisschen in Ruhe kommen oder?

00:24:46: Und deswegen auch immer wieder der Podcast, auch das Buch was ich geschrieben habe.

00:24:51: Ich freue mich ja dass auch in die Beratung immer jüngere Menschen kommen, die noch keine Eltern sind.

00:24:57: Bevor wir uns über Trennung unterhalten ist doch viel sinnvoller sich hinzusetzen zu gucken.

00:25:05: haben wir eigentlich in unserer Partnerschaft genügend Fundament für eine Elternschaft.

00:25:13: Das heißt Und bevor wir Eltern werden wollen, auf unsere Partnerschaft so zu besinnen dass wir aushandeln sind wir stabil.

00:25:23: Sind wir wesentlich verbunden haben wir unsere einzelnen Beziehungswahrheiten geklärt sodass wir im Dialog miteinander den Alltag auch meistern können.

00:25:37: Und wenn diese Grundlage geschaffen ist, dann kann neues Leben kommen was anstrengend genug ist und auch die Partnerschaft immer belasten wird.

00:25:45: Aber da ist ein Fundament!

00:25:48: Je schneller ich aber zusammenkomme je schneller ich sage ja gut also ich habe jetzt mal Lust dass wir auch Eltern werden ohne sich entscheidende Fragen auf die Partnershaft zu stellen.

00:25:59: Umso mehr kommt es dann natürlich auch zur Trennung.

00:26:03: Und grundsätzlich gilt das, dass du nicht um jeden Preis zusammenbleibst ist die Herausforderung, dass Du dann natürlich in die Trennungen gehst und die Partnerschaft aufgibst.

00:26:16: Und dann ist der Fokus darauf, dass die Elternschaft im dialogischen Sinne so erhalten bleibt, das die Kinder über diese Brücke immer gehen können.

00:26:27: Aber das ist – in Sinne der Augenhöhe!

00:26:30: Ist das nicht das was eigentlich ein Kind wesentlich braucht?

00:26:35: Ein Kind will und braucht, dass sie beiden aus denen es entstanden ist.

00:26:40: Dass die zusammenbleiben.

00:26:42: Da gibt es die Blutsbande Und das Gefühl.

00:26:46: Das gilt es anzuerkennen und alles dafür zu tun, dass das möglich ist.

00:26:51: Wenn es dann nicht möglich ist so solche Situationen gibt es ja, dann ist es natürlich besser, dass du dich trennst.

00:26:58: aber bitte vorher ernsthaft deutlich durcharbeiten Denn eine Trennung die ganze Patchwork-Situation... ...das ist nicht das was man sich wünscht Keiner.

00:27:10: Definitiv

00:27:11: nicht!

00:27:11: Und vielleicht jetzt eben auch zu dieser, wie wir das bei den anderen Beziehungswahrheiten auch gemacht haben?

00:27:16: Was sind die entscheidenden Fragen zur Selbstreflexion in Bezug auf diese Beziehungswahrheit der eigenen Eltern als Paar?

00:27:24: Also da ist eben entscheidend, sich einmal auch in Ruhe hinzusetzen.

00:27:31: Sich dort die Eltern vor dem Inneren ein Auge zu nehmen und einmal auf sich wirken lassen und zu schauen.

00:27:38: also wie haben die beiden miteinander Beziehung geführt?

00:27:41: Wie war die Partnerschaft?

00:27:42: Hat sie letztendlich im Dialog stattgefunden oder unterhalb der roten Linie?

00:27:48: und was für eine Wahrheit ist da auch entstanden in mir, denn es ist natürlich ganz entscheidend dass auch wenn Partnerschaften sich erschöpfen.

00:27:58: Ja, dann treten Beziehungswahrheiten auf.

00:28:02: diese vierte Beziehung war halten spielen eine maßgebliche Rolle wo die Betroffenen sagen ich werde wieder zu meiner Mutter die sich unterworfen hat oder Zu meinem Vater der wieder nachgegeben hat.

00:28:15: also da werden die betroffenen Wieder zu den Eltern Die damals beziehung unterhalb der roten linie vorgelegt haben.

00:28:26: deswegen also in Ruhe bewusst zu machen, was ist mir da an Wahrheit vermittelt worden?

00:28:32: Was hat das für eine Konsequenz jetzt für meine Partnerschaft.

00:28:36: Was vermittel ich meinen Kindern und je nachdem wenn dort der rote Bereich einer Wahrheit ist sich darum zu kümmern in den Dialog

00:28:46: zurückzukehren.".

00:28:48: Vielleicht abschließend noch eine entscheidende Frage.

00:28:51: Du schreibst unter anderem dass Menschen die sich erschöpft haben in einem Zuhause leben wo sie keine Heimat finden.

00:28:59: Warum ist das so?

00:29:00: Das ist ja das, was du eingangs auch letztendlich vorgelesen hast – das Zitat!

00:29:05: Wir suchen uns dort näher und das Glück, wo die Chemie eigentlich nicht stimmt.

00:29:09: Genau.

00:29:10: Und dass, was in den ersten Jahren an Beziehung vermittelt wird in unserem Elternhaus ... unser Zuhause.

00:29:19: Das ist die Wahrheit, so sieht ein Zuhauser aus und das kenne

00:29:23: ich.".

00:29:24: Und dann es eben entscheidend findet einen Mensch in seinem ersten Zuhaushalse auch seine Heimat.

00:29:30: Ist er also beheimatet?

00:29:32: Fühlt er sich geborgen?

00:29:34: Hat er diese tiefe Erfahrung gemacht?

00:29:38: Wenn er diese Erfahrung nicht gemacht hat sondern wenn er in seiner Kindheit ein Dach über dem Kopf hatte aber keine Geborgenheit und keine Heimat, dann lernt er eine Kombination eines Zuhauses was immer mit Heimatlosigkeit verbunden ist.

00:29:55: Und muss das so lange wieder herstellen in seinem späteren Leben bis er erkannt hat dass das Bekannte von damals kein wirkliches Zuhause war.

00:30:08: Keine wirkliche Heimat!

00:30:09: Es ist mir nur bekannt, aber es ist keine Heimat.

00:30:12: eben ganz wichtig bekannt ist, nicht mit Heimat verwechseln.

00:30:15: Genau!

00:30:16: Es ist keine Heimat.

00:30:18: und den Schmerz über diese Ungeborgenheit und über diese Heimatlosigkeit durchzuarbeiten damit ich sie nicht jetzt immer wieder versuche dort herzustellen wo Ungebogenheit ist weil dann werde ich in meinem Leben nie ankommen sondern mich damit einmal auseinanderzusetzen, um dann in meiner eigenen Familie jetzt im Dialogischen echte Heimat schaffen kann.

00:30:46: Nicht nur ein Dach über den Kopf und das kann ich indem ich diese tiefe Beziehungshaltung des Dialoges mit den Werten die wir besprechen Das schafft

00:30:56: Heimat!

00:30:56: Ich glaube, das kann man so stehen lassen.

00:30:58: Da haben wir die vier Beziehungswahrheiten, haben wir ausgiebig besprochen.

00:31:02: Vielen herzlichen Dank für deine Gedanken, Miriam.

00:31:05: Danke an dich.

00:31:06: Weißt du schon was wir das nächste Mal machen?

00:31:07: Da haben wir gesagt, dass wir die Beziehung zu sich selbst endlich angehen.

00:31:11: Der innere Dialog was heißt es gut mit sich in Beziehungen zu sein und auch welche Realitäten, innere Realitäten verhindern eine Beziehungszu-sich selbst?

00:31:21: Das ist ja dann entscheidend sich von diesen Realitäten auch zu verabschieden.

00:31:25: Gut!

00:31:26: Dann freue ich mich euch liebe Zuhörerinnen und Zuhöre auf den Wünschen wie eine gute Zeit.

00:31:30: Tragt euch Sorge und bis bald.

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