Folge 8: Warum Dich Beziehungen bereits vor der Geburt prägen
Shownotes
Ab wann beginnt eigentlich unsere erste Beziehungserfahrung? Welche Beziehungen in unserer Kindheit prägen uns für unser späteres Beziehungsleben? Und welche Wahrheiten haben wir daraus für unser Leben entwickelt? Wer sich in seinen familiären oder beruflichen Beziehungen blockiert fühlt, sich erschöpft oder den Eindruck hat, nicht das eigene Leben führen zu können, sollte sich auf die Suche nach seiner individuellen Beziehungswahrheit begeben. Dass diese nicht erst nach der Geburt entsteht, sondern mit dem Zeitpunkt der Zeugung beginnt, besprechen Sven Furrer und ich heute in der neuesten Folge unseres Podcasts. Wir zeigen, was sich dahinter verbirgt, wenn der Chef plötzlich zum strafenden Vater, die Kollegin zur ablehnenden Mutter und das gekränkte Ich in der Erziehung der Kinder vom Opfer zum Täter wird. Wir besprechen, warum die Antwort auf das „Warum bin ich hier?“ elementar für unser eigenes Selbstverständnis ist und warum jeder folgende Frage für sich beantworten können sollte: Fühle ich mich von meinen Eltern erkannt, anerkannt und um meiner selbst willen geliebt? Wer sich für seine persönliche Beziehungswahrheit interessiert und dafür, wie er sich von ihr befreien kann, ist in dieser Folge genau richtig.
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Transkript anzeigen
00:00:15: Also es ist ein Irrtum zu meinen, dass Beziehungserfahrung erst dann beginnt wenn ich auf der Welt bin als Mensch.
00:00:23: Was wollen wir unseren Kindern an Realitäten vermitteln?
00:00:27: Damit sie später eben nicht die ausgebrannten Erwachsenen von morgen sind?
00:00:35: Kinder haben das Gefühl von Wahrhaftigkeit Die wissen genau was los
00:00:40: ist.
00:00:46: Gesundes Leben ist gelingende Beziehung.
00:00:49: Eine weitere Folge, herzlich willkommen!
00:00:51: Hallo Miriam!
00:00:52: Hallo Sven!
00:00:53: Letzte Folge Miriam haben wir über die Beziehungen unterhalb der Roten Linie gesprochen.
00:00:57: In dieser Folge sprechen wir darüber warum dies so häufig und häufig auch unbemerkt und selbstverständlich stattfindet Und welche Beziehungswahrheiten wir in unserem Elternhaus lernen bzw unseren Kindern vermitteln.
00:01:12: Das letzte Mal eben das war unter der roten Linien
00:01:14: Genau unterhalb der roten Linie, und zwar warum wir anfangen als Erwachsene ganz häufig unbemerkt.
00:01:23: Und dann wieder ganz selbstverständlich in unseren Familien plötzlich wieder zu Kindern zu werden.
00:01:31: Beziehung unterhalb der roten Linie zu gestalten.
00:01:33: Das heißt, wir sind nicht mehr dialogfähig sondern wir werden in unseren Beziehungen wieder zum Kind.
00:01:39: und dann bin ich entweder das ohnmächtige Kind von damals wo ich das Gefühl habe Ich werde wieder in die Ecke gedrängt.
00:01:47: Ich kann nichts machen.
00:01:49: Die eigenen Kinder werden plötzlich übermächtig Chef wird plötzlich zum strafenden Vater die Kollegin zur ablehnenden Mutter.
00:01:58: Das heißt, ich werde ohne dass es mir... tatsächlich aktiv in den meisten Fällen bewusst wird, wieder zum Kind von damals und gestalte Beziehung unterhalb der roten Linie.
00:02:10: Und dann kann ich aber auch als Kind von damals in meinen gegenwärtigen Beziehungen auch die A-Rolle übernehmen.
00:02:19: Das heißt also dass ich dann zum Unterdrücker werde und andere Menschen in mein kindlichen Erwartung und auch Ohnmachtsgefühlen, Opfergefühle oder auch Ansprüchen, Aggression Wut.
00:02:33: dass ich dann plötzlich zum Täter werde und obwohl ich mich als Kind fühle, und dann anfange meine Beziehungspartner einschließlich auch die eigenen Kinder unter die rote Linie zu drängen.
00:02:45: Und das ist das was wir in der letzten und auch in der vorletzten Folge besprochen haben, was eben passiert wenn Beziehungen in die Erschöpfung führt?
00:02:53: Wenn Menschen krank werden und heute kümmern wir uns um die Ursachen.
00:02:58: also wie kann sowas eigentlich stattfinden?
00:03:00: warum werden wir wieder ja in den meisten Fällen gar nicht wollen?
00:03:03: zu Kindern.
00:03:04: Und in deinem Buch steht der Satz, befreie dich von deiner eigenen Kindheit werde erwachsen und vermittle deinem Kind von Beginn an gesunde Beziehungswahrheiten.
00:03:14: was prägt denn in Beziehung?
00:03:17: Genau, du zitierst da ein Satz der im Grunde genommen Grundlage für eine glückliche Kindheit unserer Kinder ist.
00:03:23: Dass wir als Eltern unsere eigene Kindheit beendet haben müssen abgeschlossen haben müssen aus dem Elternhaus ausgezogen sein müssen also auch innerlich nicht nur äußerlich damit wir in unserer eigenen Familie die wir dann gründen die Erwachsenen sind und unsere Kinder die Kinder sind.
00:03:44: Und es gibt ja drei oder auch sogar vier ganz entscheidende Beziehungswahrheiten, die wir unseren Kindern durch unsere Beziehunggestaltung in unseren verschiedenen Beziehungen auf den verschiedenen Beziehungsebenen unseren Kindern vermitteln und meist auf der Grundlage der Wahrheit, die unsere Eltern uns vermittelt haben.
00:04:12: Also vor Leben quasi?
00:04:13: Genau.
00:04:14: also wir leben letztendlich Beziehung natürlich vor indem wir Beziehungen führen.
00:04:21: Wir haben dort auch in den vergangenen Folgen schon darüber gesprochen.
00:04:25: es gibt eben die zentralen Beziehungs Ebenen.
00:04:29: das ist einmal die Ebene zwischen den Eltern untereinander, dann gibt es die Beziehungsebene wie die Eltern mit sich selbst umgehen.
00:04:38: Also die eigene Beziehungen zu sich selbst und dann gibt das die Beziehungsebenen, die unmittelbare Beziehungs- zu dem Kind so.
00:04:46: Und diese Ebenen finden ja den ganzen Tag statt.
00:04:50: darüber spricht man auch nicht.
00:04:52: aber das wird gelebt wird es gelebt, wenn es nicht gelebt wird.
00:04:57: Also wenn es zum Beispiel gar keine Partnerschaft mehr gibt sondern Eltern schafft nur noch dann wird das auch vorgelebt.
00:05:04: oder wenn die Eltern sich erschöpfen und die Beziehung zu sich selbst verloren haben dann findet da eigentlich keine Beziehungen statt.
00:05:10: aber auch diese Ebene wird dann vermittelt in Form einer Beziehungslosigkeit.
00:05:15: so Und auf diesem Grundlagen Auf diesen verschiedenen Ebenen wo wir tagtäglich führen, daraus entwickeln sich für die Kinder Beziehungswahrheiten.
00:05:28: Genau!
00:05:28: Also eben diese Ebenen das sind deren drei und die Wahrheiten sind deren vier.
00:05:33: also du sagst dass es vier entscheidende und grundsätzliche Beziehung wahrheiten gibt, die wir als Kind vermittelt bekommen und die wir unseren Kindern jeden tag automatisch vermitteln.
00:05:42: was ist die erste Wahrheit wenn wir jetzt diese Wahrheiten aufdrüßen?
00:05:46: Die erste Wahrhalt ist warum bin ich gezeugt worden?
00:05:49: Warum bin ich
00:05:50: da?!
00:05:51: Also es ist ein Irrtum zu meinen, dass Beziehungserfahrung erst dann beginnt wenn ich auf der Welt bin als Mensch.
00:05:59: Sondern die erste Wahrheit, die erste Beziehungserfahrung beginnt in dem Moment wo ich gezeugt worden bin und es ist die Wahrheit darüber warum ich da bin.
00:06:11: Aber das ist ja also gut Tönt jetzt für mich einleuchten aber Ich war ja nicht dabei.
00:06:16: wie bekomme ich das heraus?
00:06:17: Wenn ich das rausfinden will?
00:06:19: Also das heißt, ich frage ja nicht meine Eltern.
00:06:22: Du wie war der Moment als ich gezeugt wurde?
00:06:26: Das ist ganz interessant dass du das sagst.
00:06:31: viele Fragen Viele Eltern erzählen das auch ganz selbstverständlich.
00:06:36: Wir haben uns dich gewünscht, wir haben uns gefreut als du unterwegs warst.
00:06:43: also je mehr darüber im Positiven gesprochen wird umso mehr siehst du auch in einer Normalität gesprochen wird und so mehr siehst du dass dort eine ganz gesunde erste Ebene stattgefunden hat.
00:06:58: Aber viele Menschen und es geht eben genau ja auch darum, weswegen wir die Folgen machen um eben Menschen, die sich in ihren Familien erschöpft haben.
00:07:09: In ihrem Leben erschöpt haben Darüber bewusst werden, welche Beziehungserfahrungen und darin eben auch welche Wahrheiten haben zu dieser Erschöpfung geführt.
00:07:21: Wir besprechen das um sich zu regulieren und aus der Erschöfffung zu befreien und wir besprechen natürlich um sich bewusst zu machen was wollen wir unseren Kindern an Realitäten vermitteln damit sie später eben nicht die ausgebrannten Erwachsenen von morgen sind?
00:07:40: Und deswegen ist im ersten Schritt wichtig.
00:07:43: Die erste Beziehungserfahrung beginnt in dem Moment, wo ich gezeugt bin und das ist das Geheimnis der tiefen Psychologie dass wir natürlich all das mitbekommen und obwohl wir uns aktiv natürlich vom Bewusstsein je nachdem wie dann bewusst ausgebildet ist Aber erst mal in der Norm natürlich nicht daran erinnern.
00:08:05: Und dennoch ist das ganz entscheidend und wird in den therapeutischen Gesprächen, gerade dort wo Erschöpfung ist, kommst du immer wieder auch zu diesem Punkt – dem Punkt deiner Zeugung!
00:08:20: Diejenigen die sich erschöpft haben, haben die Erfahrung in sich dass sie nicht um ihrer selbst willen im Leben sind.
00:08:30: Das heißt, es gibt Wahrheiten die die Betroffenen in sich tragen.
00:08:34: Ich zitiere jetzt einige Situationen, einige Aussagen der Betroffen.
00:08:41: einen Mann zum Beispiel sagte ich bin letztendlich auf der Welt weil meine Eltern nicht wussten ob mein Bruder das Unternehmen übernimmt und sie wollten unbedingt ein Nachfolge haben.
00:08:58: Dann ist eine andere Aussage, die auch sehr prägend ist.
00:09:03: Naja im Kunde genommen bin ich nie wirklich gewollt gewesen, sondern ich bin ein Unfall.
00:09:08: Viele, die eine Beziehung zu sich selbst nie wirklich aufbauen konnten und das Gefühl in sich trugen einer unbestimmten Abneigung und Ablehnung gegen sich selbst gegenüber, trugen eine Wahrheit in sich Ich bin Zufall!
00:09:26: Ja, aber darf ich schnell was dazu sagen?
00:09:28: Natürlich.
00:09:29: Ich bin ein Unfall.
00:09:31: kann ja auch sein dass sie da zu dem Zeitpunkt die Eltern einfach noch keine Kinder wollten und dann war es wirklich ein Unfalls.
00:09:38: Aber als es dann eben passiert ist haben Sie sich dem angenommen und sie waren sehr wohlwonnend dem Kind gegenüber Und haben sich arrangiert in dem Sinne das sie sich auch sehr gefreut haben.
00:09:47: also das heißt hat es ja sag ich jetzt unter dem Strich keinen negativen Anstrich, wenn denn das Kind kommt und sie sich tatsächlich freuen, sagen wir es ist halt passiert.
00:09:56: Eigentlich hätten wir jetzt gerne noch ein paar Jahre gewartet aber es ist jetzt wie Sist und Sie machen's dann auch gut und freuen sich auf das Kind?
00:10:04: Genau!
00:10:05: Und da siehst du dass natürlich auch eine Situation die so im ersten Schritt entsteht wieder reguliert werden kann und auch das ist ja der Grund warum wir das besprechen.
00:10:18: Aber diejenigen, die diese Wahrheit in sich trugen haben eben nicht die Erfahrung von Eltern gemacht.
00:10:25: Die gesagt haben Mensch eigentlich bist du zu früh gekommen aber als du da warst haben wir uns total gefreut und das dann auch den Menschen von Beginn an vermittelt.
00:10:37: Dann wirkt dieser Unfall nicht mehr als Unfall sondern ist das Gefühl auch als Wahrheit.
00:10:47: Okay, ich bin eigentlich nicht geplant.
00:10:50: Aber obwohl ich dann ungeplant war, bin ich herzlich willkommen geheißen worden und um meiner Selbstwillung geliebt worden.
00:10:58: Aber hier geht es eben um Wahrheiten jetzt tatsächlich im negativen Sinne die krank machen, die in die Erschöpfung führen, die nie in die Gesundheit umgewandelt worden sind im
00:11:11: Elternhaus.".
00:11:13: Also dann müssen ja auch die Eltern ein Stück weit sehr ehrlich sein, was ich ja... Ich weiß es nicht ob es wirklich alle sind.
00:11:20: Also ich meine wenn du jetzt deinem fünfundzwanzig dreißigjährigen vierzigjährigen Sohn sagst, obwohl er wirklich einen Unfall oder nicht unbedingt gewünscht ist, sagst Er war nicht gewünscht dabei, ja das irgendwie willst du in dem Alter nicht mehr kränken.
00:11:34: Also das heißt vielleicht bleibt es immer irgendwo stecken und du findest nie heraus ob du wirklich gewollt warst oder nicht?
00:11:42: Und dass ist das quälendste Gefühl was es für einen Menschen gibt und auch für das Kind gibt.
00:11:48: ein Kind spürt zutiefst zutiefst beeindruckend auch bei den Menschen, die sich auf den Weg der Aufarbeitung machen.
00:11:58: Kinder haben das Gefühl von Wahrhaftigkeit.
00:12:01: Die wissen genau was los ist.
00:12:04: Eine Patientin sagte mal dass sie sich immer in der Familie da hat sie das Gefühl gehabt sie war letztendlich nicht... Sie passte dann nicht rein.
00:12:14: Irgendetwas hat sich fremd angefühlt und obwohl die Eltern eigentlich immer freundlich waren.
00:12:21: Aber sie hatte das Gefühl, irgendwie gehöre ich hier nicht dazu.
00:12:25: und dann gab es eine Situation mit ... da war sie sechs wo die Mutter im Ärger ihr gesagt hat naja letztendlich bist du auch keine von uns sondern du bist adoptiert.
00:12:38: Das ist jetzt eine extreme Situation.
00:12:42: Ich erzähle es deswegen weil die Frau beschrieb, obwohl sie kurz nach der Geburt weggegeben worden ist.
00:12:51: Sie hat es immer gefühlt und in dem Moment... Und das war entscheidend in der Erzählung als die Mutter das gesagt hat.
00:12:59: Was meinst du wie die Frau sich gefühltert als Mädchen?
00:13:02: Schlecht!
00:13:03: Wie war das?
00:13:04: Bestätigt!
00:13:05: Genau.
00:13:06: Und obwohl das natürlich schlimm gewesen ist, hat sie sich eigentlich gut gefühelt weil sie gespürt hat, ich kann meinem Gefühl – ja mein Gefühl auch für mich!
00:13:17: Kann ich trauen.
00:13:19: Also insofern ist es wichtig, auch wenn es noch so bitter ist das was isst auszusprechen.
00:13:29: Es ist dann immer ganz entscheidend wann spreche ich es aus?
00:13:34: wie spreche Ich es aus?
00:13:37: Und da ist eben der Dialog wichtig, wo ja immer die dialogische Haltung ist.
00:13:42: Ich sage das was zu sagen ist immer in einer Art und Weise und auch in einem Maß dass der andere darüber nicht weniger wird also nicht geschwächt wird sondern dass die Wahrheit am Ende zur Stärkung führt.
00:13:59: Aber kannst du sagen wann der richtige Zeitpunkt ist?
00:14:02: Also ich meine Ist ja noch schwierig, in welchem Alter zu welchem Zeitpunkt?
00:14:08: In welcher Konstellation?
00:14:10: unter vier Augen und sechs Augen.
00:14:13: In der ganzen Familie.
00:14:15: also wann ist er richtige Zeitpunkt so was zu sagen?
00:14:18: Also das ist jetzt eine besondere Situation mit der Adoption Und dass es jetzt erst mal auch nicht Ja die Norm die Normalität.
00:14:28: Aber um da den Bogen einmal zu spannen, auch ins Grundsätzliche.
00:14:34: Du sagst letztendlich so viel wie das Kind fragt und sorgst für eine offene Atmosphäre wo das Kind zutiefst spürt.
00:14:44: hier darf ich alles fragen Und mir werden Antworten gegeben in einer Art und Weise wo ich nicht weniger werde, sondern wo mir zur Seite gestanden wird.
00:14:57: Auch wenn etwas schwierig ist, dass ich damit nicht alleine bin, sondern das es gemeinsam getragen wird.
00:15:04: Also wann ich etwas sage als Eltern?
00:15:08: Ist immer auch Wann wird gefragt und da habe ich mich natürlich in meinen Kind hinein zu fühlen.
00:15:15: wie viel Wahrheit auch an Inhalt kann mein Kind tragen Wie muss ich ihm zur Seite stehen, dass es darüber gestärkt und nicht weniger wird?
00:15:26: Und natürlich ist das... deswegen machen wir jetzt ja die Folge.
00:15:29: Wir machen ja nicht die Folge in dem wir jetzt wenn auch Zuhörerinnen und Zuhörer feststellen, wenn's um die eigene Eltern schafft geht, dass dort möglicherweise eine Unklarheit schon in der Zeugung war, dann zu den Kindern zu gehen und zu sagen hört mal ihr seid nicht gewollt.
00:15:49: Sondern wir machen das für die Eltern ja!
00:15:52: In einem sensiblen Aufruf spürt mal hin wie sich das auswirkt und könnt ihr euch wenn es solche Situationen gibt die er noch in euch tragt Also Widersprüche, wo ihr möglicherweise Widerstand auch gegen euer Kind verspürt.
00:16:12: Ist das möglich dass ihr das bereinigt um zu einer klaren Haltung zu finden so wie du es eben gerade beschrieben hast?
00:16:19: Aber ich meine das ist eine spezielle Situation mit ein adoptiertes Kind aber es gibt ja die Situation wirklich davon auch sprechen, weil ich habe vier Kinder und du hast einfach unterschiedliche Wesenstypen.
00:16:33: Und wenn du es kann auch sein dass eben eines der Kinder wirklich offensichtlich oder klar ein anderer Wesenstyp ist als der Rest der Familie und mehr Rückzug braucht oder was auch immer mehr Ruhe braucht und die Familie ist so voller Energie also kann trotzdem ein Gefühl entstehen irgendwie Ja, ich fühle mich fremd.
00:16:58: Aber ich bin einfach anders als der Rest der Familie und das ist natürlich auch nicht ganz einfach zu händeln.
00:17:04: also das hat jetzt unabhängig von der Adoption sondern wirklich einfach unterschiedliche Wesenstypen die unter einem Dach leben.
00:17:10: Und wie?
00:17:12: Wir sprechen ja heute über Beziehungswahrheiten im negativen Sinne später in die Erschöpfung führen und Beziehungsgestaltung im erwachsenen Leben blockieren.
00:17:25: Und das Gesunde, die gesunde Haltung ist auch in der ersten Wahrheit, die ein Mensch braucht, die Erfahrung dass ich um meiner Selbstwillen gezeugt worden bin.
00:17:41: Das heißt also meine Mutter war gut mit sich selbst genauso wie mein Vater Ja.
00:17:49: Die waren gut miteinander, haben eine Partnerschaft gelebt wo sie nicht in Form von Abhängigkeiten sondern in klarer Bezogenheit und Verbundenheit und Liebe sich füreinander entschieden haben Und auf dieser Grundlage dann irgendwann gesagt haben so jetzt sind wir so gut im Leben und zwar wir sind gut mit uns Wir sind gut miteinander.
00:18:16: Jetzt haben wir Kapazität für neues Leben.
00:18:20: Und dann bin ich am Ende in einem dreifachen Jahr gezeugt worden.
00:18:25: Was heißt deinem dreifachen Jahr?
00:18:26: Ah, dreifacher Jahr!
00:18:27: Das dreifache Jahr... das Jahr meiner Mutter und meines Vaters zu sich selbst.
00:18:31: Also die beiden haben sich angenommen.
00:18:34: Die waren in ihrer Lebenskraft.
00:18:35: Die warnen wir sie warnen.
00:18:37: Dann das Jahr zueinander keine Zweifel kein hin und her.
00:18:41: und dann das Jahr zu mir Da musst du dich mal reinfühlen, was das bedeutet.
00:18:47: Das ist eine Triebkraft fürs Leben.
00:18:50: Ich komme ins Leben Die Ursache meines Lebens sind drei Jahre Und zwar in aller Klarheit In aller Kraft.
00:19:00: So und auf dieser Grundlage komme ich natürlich mit einem starken Fundament schon ins Leben.
00:19:07: Da gibt es keine Zweifel, keine Unsicherheiten in Bezug auf mich selbst und auch nicht in Bezug auf mein Leben.
00:19:16: Und die Menschen, die sich erschöpfen bis dahin, die nach dem Sinn ihres Lebens fragen, die tragen neins in sich den sie noch nie wirklich, bis sie zur Therapie gegangen sind.
00:19:31: Bis Sie sich das erste Mal überhaupt Gedanken gemacht haben und bereit waren, sich diesen quälen deinen Gefühlen bis auf den Grund... Das ist ja schlimm!
00:19:39: Das in sich zu tragen, sich ständig anzuzweifeln, das Gefühl zu haben es ich habe eigentlich gar keine Rechtfertigung zu leben oder ich bin nur aus einem bestimmten Grund da, aber nicht um meiner Selbstwillen.
00:19:52: Das sind ja quälende Gefühle die lange Zeit verdrängt werden bis es irgendwann nicht mehr geht.
00:19:58: Aber die Menschen die sich dann auf den Weg in die Therapie machen und das aufarbeiten Da kommen dann diese tief verinnerlichte Nines wo man sich fragt Die waren ja noch gar nicht wirklich auf der Welt.
00:20:13: Wie können die das wissen?
00:20:15: Sie wissen es.
00:20:16: Und erst die Aufarbeitung, und das ist ja auch das Geschenk der tiefen Psychologie.
00:20:24: Das ist das Geschenk, dass es möglich ist über Bewusstwerdung, über den Dialog sich mit diesen damaligen Wahrheiten so dialogisch auseinanderzusetzen, dass ich in Frieden komme.
00:20:42: Das ist entscheidend.
00:20:43: Diese damalige Wahrheit zum Beispiel, ich bin nicht gewollt!
00:20:47: Ich bin ein Unfall... ...ich bin nur da weil meine Mutter mich wollte aber mein Vater nicht mehr.
00:20:52: Ich bin da weil ich der Nachfolger fürs Unternehmen sein sollte.
00:20:57: Ich sollte der Namsträger sein.. ..Ich bin da, weil ich den Traum meiner Eltern leben soll.
00:21:03: Ich äh.... Bin da ja weil ich Namsträger vielleicht sein soll.
00:21:09: Ich sage okay das war damals Aber jetzt bin ich erwachsen.
00:21:13: Und jetzt gebe ich meinem Leben meine Wahrheit, meinen Sinn!
00:21:19: Jetzt gehe ich zu einem Ja zu mir und meinem
00:21:22: Leben.".
00:21:23: Ist das aber... ist Wissen wirklich der richtige Ausdruck?
00:21:26: Ist es nicht, sie spüren es?
00:21:27: Also wissen tun Sie's ja
00:21:29: nicht?!
00:21:29: Es ist ja diese Unsicherheit.
00:21:31: Wie wissen Sie's?
00:21:32: Also wieso wissen Sies?
00:21:35: Also Sie können's ja nur über eine Therapie oder eben über Wenn man ausgebrannt ist oder über eine Extremsituation, können sie ja dann eben... Also prüfen Sie diese Tatsache und dann entdecken sie es wahrscheinlich.
00:21:49: Dass das vielleicht der Grund war.
00:21:51: aber zu dem Zeitpunkt wo ich als Erwachsene im Leben funktioniere weiß ich's ja nicht per se.
00:21:59: Doch!
00:22:00: Du weißt es ohne es bewusst zu wissen.
00:22:03: Vielleicht besser so in der Formulierung Und du findest etwas heraus längst in dir gewusst hast.
00:22:11: Ich habe vor einigen Jahren, ich glaube das war in der NZZ einen Bericht über Samenspende gelesen und dass ist auf eine Art und Weise wirklich sehr dezidiert aufbereitet worden und dort wurden dann später Menschen interviewt die durch Samensspende entstanden sind und dort wurde berichtet wie es über viele, viele Jahre von den Eltern von der Mutter verschwiegen worden ist.
00:22:43: Und ein Mann erzählte das da durch Zufall.
00:22:46: Da ging's irgendwie darum dass er genetische Informationen... Da hat er sich im Internet auf die Suche gemacht und hat dann irgendwie durch Zufall festgestellt, dass er mehrere Geschwister hat.
00:22:57: Und das konnte er erst nicht glauben!
00:23:00: Und er ist dann zu seiner Mutter gegangen, um sie damit zu konfrontieren.
00:23:05: Sie machte ihm die Tür auf, beschrieb er und als sie seinen Blick sah, wusste sie Bescheid dass er es wusste und sie sagte durch wollte es dir die ganzen Jahre sagen.
00:23:16: Der Mann beschrieb die Situation das für ihn war als wäre seine Existenzgrundlage unter seinen Füßen weggezogen.
00:23:25: Er beschrieb wie er über viele Minuten, Stunden Tage vor dem Spiegel stand und sich immer wieder anguckte.
00:23:35: Und das Gefühl hatte, dass er nicht mal wusste wer er war.
00:23:39: also diese ganz tiefe Bezogenheit Dass ich als Mensch natürlich verbunden bin mit denjenigen die meine Eltern sind und da von Anfang an auch darauf angewiesen bin, dass da eine Wahrhaftigkeit ist.
00:24:02: Es Grundlage für Gesundheit und wenn das nicht stattfindet und zu späteren Zeitpunkten dann irgendwann deutlich wird kommt dort Erschütterung zum Vorschein psychische Erschüterungen die in eine ganz tiefe Identitätskrise führen können.
00:24:22: also die Frage danach Was ist mein Ursprung?
00:24:26: Warum bin ich da?
00:24:28: Was ist der Sinn meines Lebens hängt ganz entscheidend damit zusammen, wie bin ich gezeugt worden.
00:24:37: Wir müssen noch eine zweite Beziehungswahrheit in dieser Folge thematisieren.
00:24:42: Jetzt vielleicht abschließen zu dieser Beziehung Wahrheit, welche Fragen sollten sich unsere Zuhörer stellen wenn es um die erste Beziehungen Wahrheit geht?
00:24:50: Na ja!
00:24:50: Die erste Beziehungswahl ist die Frage warum bin ich im Leben?
00:24:55: wie bin ich entstanden?
00:24:56: was ist mein erstes Warum?
00:24:59: und sich da auf die Suche zu machen?
00:25:03: Und natürlich gibt es die Möglichkeit, das ist auch wenn Menschen in der Therapie sind, dass einige wissen das.
00:25:12: Und andere gehen ins Gespräch mit den Eltern und sagen, warum bin ich eigentlich auf der Welt?
00:25:19: Wie war damals die Situation.
00:25:21: Wie war eure Situation?
00:25:23: Das ist ja eine entscheidende Frage.
00:25:24: Bin ich in dieser Entspannung, in dieser Liebe, bin ich daraus entstanden und dort hineingeboren oder bin ich in einem Kriegsgebiet gezeugt worden, im emotionalen Kriegsgebiet.
00:25:37: Das ist die Frage, die vielleicht jeder sich auf der Suche nach dem eigenen Leben sich einmal fragen soll.
00:25:46: okay.
00:25:47: Warum bin ich eigentlich?
00:25:48: Wie bin ich entstanden?
00:25:50: Was ist sozusagen mein Ursprung?
00:25:53: und dann wie wirkt sich das heute aus?
00:25:56: Trage ich dort noch diese Wahrheit und das ist eben entscheidend im blockierenden Sinne in mir Dann wäre es eben wichtig dass ich mich davon befreie, dass ich damit in Frieden komme und das nicht mehr zum Gesetz meines Lebens mache.
00:26:12: Ich will es nicht nochmal ein neues Fass aufmachen aber im besten Fall sind ja die Eltern noch da oder beziehungsweise man hat eine Beziehung, dass man mit den Eltern über dieses Thema sprechen kann.
00:26:21: Aber es kann auch sein, dass die Eltern gar nicht mehr da sind.
00:26:23: dann bekomme ich das nie heraus.
00:26:25: Also es ist durchaus möglich, dass du das herausbekommst Auch wenn die Eltern nicht mehr dar sind Genauso wie es in einigen Situationen ja auch ist, wo die Eltern nicht darüber sprechen wollen.
00:26:40: Auch dort gibt es Erfahrungsberichte, wo Die Betroffenen sagen, meine Mutter hat die ganze Zeit geschwiegen was mein Vater anbelangt.
00:26:50: Ich habe sie immer wieder gefragt wer ist mein Vater?
00:26:53: und sie wollte nicht darüber reden?
00:26:55: Und Es geht am Ende darum dass du Dein inneres Wissen, was du hast.
00:27:03: Was du im Unbewussten hast Dass du durch die Therapie damit in Verbindung kommst Um damit dann am Ende und das ist das Ziel nur darum geht es auf warum wir das jetzt alles machen um dann Am ende in Frieden zu kommen Und zum Leben zu finden wenn es um deine eigene Kindheit geht die längst vorbei ist weil Wenn du zum Beispiel die Wahrheit, wie ich von sagte in dir trägst.
00:27:33: Ich bin nicht gewollt und Du hast dich davon nicht befreit dann bringst Du es halt immer wieder in Deine Beziehung Dann machst Du ganz schnell immer wieder dieses Fass auf auch in deiner Familie Und dann kann es sein, dass du deinen Kindern gegenüber dementsprechend entweder genau so reagierst das du hochsensibel bist und dich ganz schnell auch gekränkt in Bezug auf deine Kinder fühlst wo deine Kinder einfach Kinder sind.
00:27:59: Und dich natürlich wollen aber du dich von dieser Wahrheit noch nicht verabschiedet hast oder du versuchst dein Nicht-Gewolltsein überzukompensieren bei deinen Kindern wo deine Kinder irgendwann sagen, Mensch das ist mir viel zu nah.
00:28:17: Und du dann am Ende das herstellst was du mit deinen Eltern hattest.
00:28:21: also wir besprechen es einzig und allein nur deswegen damit wir als Erwachsene uns darüber bewusst werden um uns davon wenn es blockiert zu verabschieden.
00:28:35: und diejenigen die jetzt Eltern sind sich einmal fragen okay vermitteln wir unserem Kind in uns, auch wenn nie darüber gesprochen wird.
00:28:46: Man muss auch nicht drüber sprechen.
00:28:47: es geht einfach darum bereinigt zu sein und zu einer Haltung zu kommen.
00:28:52: Es ist gut dass du da bist selbst wenn du ein Unfall warst Selbst wenn wir uns getrennt haben selbst Wenn du so wie du sagst anders als der Rest der Familie bist.
00:29:03: Es ist gut, dass du da bist und wir freuen uns.
00:29:07: Und der Dialog ist ja die Haltung, das wir auch wenn da vier sind – und jeder isst vom Wesen verschieden oder manchmal – ist einer sehr besonders im Wesen.
00:29:18: Dass wir diese Verschiedenheit wieder somit einbeziehen, dass auch die Besonderheit in dem Wesen.
00:29:27: Der Betroffene sagt, ja ich bin anders.
00:29:30: Aber ich bin genauso gewollt gewesen!
00:29:32: Es war genau so gut dass ich da war wie meine ganzen anderen Geschwester.
00:29:36: Darum geht es.
00:29:37: Und wenn diese erste Beziehungs Wahrheit geklärt ist kommen wir zur zweiten Wahrheit und die lauten dann wie folgt?
00:29:44: Da geht's jetzt darum... ...die unmittelbare Beziehung, die die Eltern zum Kind haben.
00:29:49: Das heißt so wie ich mit meinem Kind umgehe oder...?
00:29:54: Umgekehrt, so wie meine Eltern mit mir jeden Tag umgehen.
00:29:59: Also direkt in Beziehung treten von Worten, von Taten.
00:30:05: die Haltung nicht Wort und Nicht-Taten.
00:30:08: Wie mit mir direkt Beziehungen geführt wird Darüber lerne ich die Wahrheit über mich selbst.
00:30:16: Kannst du das noch ein bisschen genauer beschreiben oder ausführen?
00:30:22: Das ist ja auch so wie ein Steigerungslauf, wie bei allem wenn man Kind ist.
00:30:27: Also am Anfang nehmen wir ja nicht so viel bewusst war und die Eltern dass man wird werden einem gewisse Sachen ja viel bewusster oder man nimmt ja viel Bewuster wahr.
00:30:39: Und was würde ich auch oftmals diskutieren ist eben diese innere Realität.
00:30:44: also das ist ja die einzige und alleinige Wahrheit als kind Die einfach in der Familie gelebt wird.
00:30:51: Was kann man dazu sagen in Bezug auf diese zweite Beziehungswahrheit?
00:30:54: Also der Bezug oder die Beziehung zwischen Eltern zum Kind.
00:30:58: Die zweite Beziehungswahl ist eine ganz entscheidende Wahrheit, das ist ja die Realität, die das Kind in Beziehungen jeden Tag zu den Eltern erlebt.
00:31:11: Das heißt also so wie die Eltern mit mir umgehen – in Worten, in einer Haltung mehr gegenüber In Handlung, in Nichthandlung.
00:31:23: Ja, in nicht Worten also in Schweigen.
00:31:27: so wie die Eltern mit mir jeden Tag in Beziehung treten Darüber lerne ich existenziell in Beziehung mit mir selbst zu treten.
00:31:38: Ich lerne die Wahrheit auch dort über mich selbst, ich lerne.
00:31:42: okay so geht man mit mir um!
00:31:46: Ich lernte in dieser Beziehungen meinen Wert oder auch meinen Nichtwert?
00:31:52: Ich bilde in dieser unmittelbaren Beziehungserfahrung meine Identität aus.
00:31:58: und wenn du die innere Realität beschreibst das ist ja letztendlich eine Form, die wir aufgrund einer beständigen äußeren Realitätserfahrung verinnerlichen.
00:32:12: Das ist ja die innere Realität.
00:32:14: und jetzt ist entscheidend habe ich Eltern, die mit mir von Beginn an in den Dialog treten.
00:32:24: das heißt sie leben mit mir gleichberechtigt Beziehung Sie führen mich Sie binden mich, sie beziehen mich in jedem Moment gleichberechtigt ein.
00:32:36: In Anerkennung meines Alters meiner Rolle als Kind.
00:32:41: aber ich spüre – Ich finde statt!
00:32:43: Die mir jetzt im guten Sinne das entgegenbringen was mich stärkt, was sich verdauen kann, was mich fördert und mir nicht zu viel wegnehmen, nicht zuviel von mir nehmen.
00:33:00: Also dass ich einen gesunden Austausch erfahre und dann eben das was wir immer wieder besprechen wenn ich in dieser direkten Beziehung zu meinen Eltern erfahrene, die sich für mich interessieren.
00:33:16: Ja Dass sie offen sind es gibt kein Tabu Das Ich spüre.
00:33:22: Die fühlen sich in mich hinein Die begegnen mir auf Augenhöhe, die respektieren mich und das ist eben entscheidend.
00:33:31: Ich fühle mich in der Beziehung zu meinen Eltern erkannt, anerkannt und meiner Selbstwillen
00:33:36: geliebt.".
00:33:37: Das ist die gesunde direkte Beziehungserfahrung.
00:33:40: Dann entsteht eine Beziehungen.
00:33:42: Wahrheit.
00:33:43: so wie ich bin, bin ich gut?
00:33:44: Es ist nicht alles gut was ich tue aber ich bin gut!
00:33:48: Und ich kann auf dieser Grundlage auch gut mit mir in Beziehung treten und gleichzeitig durch die Gleichberechtigung bin ich auch fähig, den anderen zuzulassen.
00:34:02: Also hier du sprichst dir in der Realität an – Hier ist bei dieser Beziehungswahrheit entscheidend.
00:34:10: sie wird gesund wenn die Eltern im Dialog mit dem Kind sind.
00:34:15: Sie wird zu einer ungesunden Wahrheit wenn nicht als Kind Beziehungen unterhalb der roten Linie erfahre Und dann kommt sozusagen ein Beziehungsmuster.
00:34:25: Für mich ist es normal, dass ich in die Ecke gedrängt werde und für mich ist das normal, wenn man mich übersieht, dass man mich ignoriert, sich beschimpft, auf den Thron hebt oder zu jemanden macht, der eigentlich gar nicht bin.
00:34:43: Dann bekomme diese Beziehungswahrheiten in Bezug auf meine Person und vor allen Dingen ein Beziehungsmuster, wo es für mich völlig normal ist, Beziehungen unterhalb der roten Linie zu leben.
00:34:55: Und dies bezieht sich ja nicht nur auf einzelne Erlebnisse die Stadt finden sondern vielmehr auf die tägliche Atmosphäre in der Beziehion.
00:35:02: also das heißt es ist ja nicht mehr nicht nur das eins-zu-eins zum jeweiligen Kind sondern es ist hier der ganze Mikrocosmos.
00:35:09: dreihundertsechzig Grad drumherum auch
00:35:11: Genau Und da eben auch wichtig, sich das immer wieder bewusst zu machen.
00:35:18: Es ist nicht das einzelne Erlebnis.
00:35:20: Also auch im Sinne einer zur Ruhe kommen.
00:35:24: also es gibt ja immer wieder die Haltung um Gottes Willen jetzt habe ich das falsch gemacht und wenn ich das jetzt gemacht hab oh das ist alles vorbei.
00:35:33: Es geht nicht um einzelne Erfahrungen, im Ausnahmefall wenn sie dramatisch sind.
00:35:38: Also wenn da solche Wuchten sind dann können auch einzelne Erfahrung natürlich die prägen.
00:35:44: dann aber im Grundsatz geht es um eine ganz beständige Beziehungserfahrung, die jeden Tag immer wieder neu stattfindet.
00:35:55: Kannst du unseren Zuhörern und Zuhöhr auch vielleicht etwas mitgeben zur Selbstreflexion dieser Beziehungsebene?
00:36:03: Also was für Fragen stellt man sich, um eben herauszufinden okay ... Was für ne Atmosphäre hat mich geprägt beziehungsweise wie war die Beziehungen in meiner Kindheit zu meinen Eltern und umgekehrt?
00:36:16: Also im ersten Schritt ist es wichtig, überhaupt zu sehen.
00:36:20: Das ist eine ganz entscheidende Beziehungserfahrung die mich für mein späteres Leben oder für mein jetziges Leben geprägt hat.
00:36:32: und da können sich die Zuhörerinnen und Zuhöhrer vielleicht am allerersten Schritt einfach grundsätzlich mal die Frage stellen bin ich in meiner Kindheit in der direkten Beziehung zu meinen Eltern?
00:36:45: habe ich dort Kindheit und Beziehung unterhalb der roten Linie erfahren oder ist mir im Dialog begegnet worden?
00:36:52: Und wenn festgestellt wird, na ja.
00:36:56: Ich habe Kindheit unterhalb da rote Linie erlebt dann wäre die Frage Worin bestand das eigentlich?
00:37:05: was hat an den dialogischen Merkmalen gefehlt dass Ich dort die Erfahrung unterhalb der roten Linie gemacht habe.
00:37:14: Was Respekt, was die Augenhöhe, war es Gleichberechtigung?
00:37:19: Bin ich zu sehr vereinnahmt worden?
00:37:22: Hab' ich zu wenig
00:37:23: bekommen?".
00:37:25: Also da den Dialog in seinen Aspekten – den wir ja immer wieder auch zur Erinnerung besprechen – in diese Richtung zu gehen und zu gucken okay, was hat gefehlt?
00:37:36: um dann nämlich?
00:37:37: Und darum geht das wie gesagt zu sagen, okay jetzt kann ich aber das was damals stattgefunden hat.
00:37:46: Das kann ich jetzt beenden indem mich die Werte die mir damals versagt worden sind als erwachsener Mensch selbst lebe aktiv in meine Beziehung reinbringe und vor allen Dingen darauf achte inwieweit Ich bei meinen Kindern in der unmittelbaren Beziehungen möglicherweise auch an einer ein oder anderen stelle Die rote Linie überschreite.
00:38:12: Und ich überschreihte die rote linie in der direkten Beziehung zu meinem kind nicht nur indem ich es unterdrücke oder an die ecke dränge, sondern genauso wenn ich's nicht wahrnehme.
00:38:25: Oder wie wir das eben in der letzten Folge besprochen habe plötzlich sehr bedürftig bin und Fässer meinem Kind gegenüber aufmache, emotionale Fässa.
00:38:38: Wo ich von meinem Kind emotional versorgt werden möchte, Zuspruch bekommen, Nähe bekommen möchte die mein Kind völlig überfordert und die einfach deswegen so intensiv sind weil ich meine Kinder hat noch nicht abgeschlossen habe.
00:38:54: Schön!
00:38:55: Gut, die zwei Beziehungswahrheiten haben wir jetzt besprochen.
00:38:57: Warum bin ich da?
00:38:58: Das war die erste Beziehungswahrheit und die zweite Beziehungen die unmittelbare Beziehunge der Eltern zum Kind.
00:39:06: Es fehlen also noch zwei Beziehungswahlheiten weil insgesamt sind es ja vier Miriam Und wir schauen das in den nächsten Folge an.
00:39:14: Kannst du vielleicht schon sagen was die letzten zwei beziehungs Wahrheiten sind bevor dass wir uns verabschieden?
00:39:19: Es geht einmal um die Wahrheit, die auch entscheidend ist.
00:39:23: Was ganz häufig gar nicht so berücksichtigt wird das was zwischen den Eltern stattfindet prägt uns natürlich als Kind auch ganz entscheiden.
00:39:32: hier lernen wir am Beziehungsmodell wie Menschen miteinander umgehen und dann...
00:39:39: Das ist die dritte.
00:39:40: und dann kommt der vierte
00:39:42: als vierte Wahrheit, wie die Eltern mit sich selbst umgehen.
00:39:46: Und auch dort wird uns gezeigt, wie geht man selbst mit sich um?
00:39:50: Hier bekommen wir eine Wahrheit über das Mann und Frausein aufvermittelt.
00:39:56: Das wirkt sich natürlich auch auf das eigene Geschlecht aus.
00:40:00: In dem Sinne vielen Dank Miriam für deine Gedanken!
00:40:03: Danke an dich.
00:40:04: Ich freue mich auf die nächste Folge, die beiden Beziehungswahrheiten, die wir in der nächsten Folge besprechen.
00:40:11: Wir wünschen euch eine gute Zeit, trabt euch Sorge und
00:40:14: bis bald!
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