Folge 6: Wenn die rote Linie überschritten wird

Shownotes

„Es ist leicht, Beziehungen zu gewinnen, aber es ist viel schwieriger, sie zu erhalten und nicht zu zerstören.“ Dieses Zitat eines 11-jährigen Jungen ist Ausgangspunkt unserer aktuellen Podcast-Folge, in der es um einen wesentlichen Beziehungsaspekt geht: Die rote Linie. Jeder, der sich oder seine Beziehungen erschöpft, hat sie überschritten oder überschreiten lassen. Was sich dahinter für eine Dynamik verbirgt, wie sich diese manchmal unbemerkt und manchmal auch selbstverständlich einschleicht und worauf wir zu achten haben, damit dies nicht passiert – darüber sprechen Sven Furrer und ich. Für jeden, der Lust auf einen nächsten Beziehungscheck hat und seine roten Linien überprüfen will – nicht nur für ein entspanntes Wochenende, sondern auch für ein erfülltes und gesundes Leben.

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Transkript anzeigen

00:00:15: Ein Kind kann nicht weg.

00:00:15: Ein Kind ist existenziell darauf angewiesen, dass meine Eltern die stärker sind als ich immer dafür sorgen mit mir im grünen Bereich zu bleiben.

00:00:28: Familie ist das erste System wo du Beziehung lernst.

00:00:33: Beziehungen ist Austausch.

00:00:35: Je wertvoller deine Beziehungsbeziehung ist von Beginn an umso mehr Wert hast Du in dir.

00:00:47: Gesundes Leben ist gelingene Beziehung, eine weitere Folge zum neuen Buch Familie ohne Bernard von Miriam Priest.

00:00:52: Hallo Miriam!

00:00:53: Hallo Sven!

00:00:54: Wir starten heute mit einem Zitat und zwar eines elfjährigen Jungen Leo heißt er und das Zitat lautet es ist leicht beziehungsgewinnt Es ist schwer sie

00:01:05: nicht

00:01:05: zu zerstören.

00:01:06: Wie kam es zu diesem Zitat?

00:01:08: Es kam dazu, dass wir im Kreise von Kindern und Erwachsenen über die Stiftung gesprochen haben.

00:01:15: Über unsere Dialogstark-Stiftung.

00:01:17: Da waren die Kinder und Jugendliche ganz interessiert daran was wir da machen.

00:01:22: Und wir ein bisschen über den Dialog gesprochen, über Beziehungen an sich.

00:01:26: Dann ist der Leo in sein Zimmer gegangen und hat sich offensichtlich Gedanken gemacht und hat dann ein Bild gemalt und kam nach einer Stunde wieder nach draußen und hat uns das Bild gezeigt.

00:01:39: Und gesagt, er hat mal zusammengefasst was er so denkt warum unsere Stiftung so wichtig ist.

00:01:45: Warum es so wichtig is in den Dialog zu gehen?

00:01:48: Da war eben die Zusammenfassung dass er gesagt hat also Beziehungen zu gewinnen ist leicht aber sie zu halten und nicht zu zerstören Das ist schwer!

00:02:00: war ein warmer Sommerabend, wir saßen alle draußen und das hat mich schon auch wirklich berührt.

00:02:06: Und beeindruckt wie ein elfjähriger ohne dass wir dazu in die Tiefe gegangen sind.

00:02:10: was so zusammengefasst hat

00:02:11: also ein Zitat das ja hervorragend zu unserem heutigen Thema passt führe ich Beziehung unterhalb oder oberhalb der roten Linie?

00:02:18: Das ist das Thema der heutigen Folge und den Dialog als Grundstruktur für die gesunde Beziehungen ist essentiell.

00:02:25: Was passiert denn genau wenn beziehung ungesund Beziehungsweise vielleicht sogar krank macht.

00:02:31: Also die Antwort darauf ist im ersten Schritt nochmal, die Bewusstwertung.

00:02:37: was sind die drei wesentlichen Aspekte für gesunde Beziehungen?

00:02:40: Das haben wir in den letzten beiden Folgen besprochen.

00:02:44: Die drei Aspekte sind Gleichberechtigung.

00:02:47: Jeder kommt wesentlich drin vor, jeder fühlt sich in Beziehung zu Hause.

00:02:51: ganz entscheidend.

00:02:52: es besteht ein Gleichgewicht zwischen nehmen und geben.

00:02:55: niemand vereinnahmt oder verausgabt sich in der beziehung Und Beziehungen ist dann gesund solange sie werteorientiert ist.

00:03:04: das heißt Entscheidende Werte die die Würde des Menschen sichern.

00:03:08: die werden in der Beziehungsatmosphäre gelebt um sich Zuhause zu fühlen.

00:03:12: Und das hatten wir letzte Folge gemacht.

00:03:14: Das Interesse, die Offenheit der Respekt, die Augenhöhe, die Wertschätzung und die Liebe.

00:03:19: Und natürlich ganz entscheidend das Mitgefühl.

00:03:22: So und diese Werte, wenn wir die aktiv bewusst leben.

00:03:26: deswegen machen wir ja auch den Podcast.

00:03:28: jeden Tag regelmäßig abzugleichen findet das noch in meiner Beziehung statt um dann eben rechtzeitig zu reagieren damit nicht nur die Beziehungen kurz gewonnen wird sondern gehalten wird meinetwegen auch ein Leben lang Freundschaft der Partnerschaft.

00:03:45: so dass brauchen wir.

00:03:47: Es ist eine Haltung, eine Geisteshaltung.

00:03:54: Eine emotionale mentale Haltung die Menschen in gesunden Beziehungen haben und das ist die Grundhaltung ich und du und wir.

00:04:07: Das ist die Orientierung Und Beziehung wird in dem Moment ungesund und krank, wo diese Geisteshaltung sich umkehrt.

00:04:15: Ja

00:04:16: einfach die Balance verloren geht oder?

00:04:17: Die

00:04:18: Balance verlorengeht und da geht es eben nicht mehr um ich und du sondern da geht's um Ich oder Du.

00:04:26: so und ungesunde Beziehungen sind entweder Beziehungs- und da bricht im Grunde genommen alles ein was ich eben gerade beschrieben habe Und wir beschreiben das ja als eine Form, dass der Dialog die Begegnung mit diesen Werten der grüne Beziehungsbereich ist.

00:04:46: Da fühlt man sich zu Hause – da kämpft man nicht!

00:04:48: Man weiß und man kommt darin vor, es ist ein Selbstverständnis.

00:04:52: Da kann man atmen, da kann man sich entfalten.

00:04:54: Es ist grundsätzlich konstruktiv besetzt an Zwarung.

00:04:58: So…und dann gibt es eine rote Linie in Beziehung, eine rote Linie auch die jeder Beziehungspartner hat.

00:05:06: So und wenn diese rote linie in Beziehen.

00:05:09: überschritten wird dieses entweder ich oder du dann wird die Beziehungen ungesandt.

00:05:15: Dann ist es ne Kampfbeziehung am Ende.

00:05:17: Dann entsteht eben die Disbalance.

00:05:18: und trotzdem wir sind ja nicht alle die gleichen Wesen.

00:05:21: also man isst ja so viel unterschiedliche Wesenstypen.

00:05:27: Ich meine, in der Theorie tönt das natürlich völlig plausibel und nachvollziehbar.

00:05:31: Aber es gibt natürlich Typen die viel lieber geben als dass sie nehmen!

00:05:35: Und auch das muss ja irgendwie in der Balance sein oder?

00:05:39: Naja, das ist ja letztendlich die Beschreibung auch der Gleichberechtigung.

00:05:45: Die bedingt immer die wesentlichen Eigenschaften der Einzelnen und natürlich kann es so sein dass jemand sagt Mensch ich bin eher jemand von meinem Typ her, der Dinge gerne gibt, der anderen zur Seite steht sie unterstützt und ich komme darin gleichberechtigt vor.

00:06:02: also das ist ein Wesenszug von mir.

00:06:04: So dann hast du die Gleichberechigung.

00:06:08: Entscheidend ist, dass wenn du das tust, dass du dich darüber nicht weniger fühlst oder geschwächt wirst.

00:06:14: Ist ganz wichtig.

00:06:15: und dann gibt es aber auch Menschen die ganz viel geben Aber im roten Bereich sind.

00:06:22: Dann ist das kein wesentliches Merkmal sondern dann ist das eine Beziehung Störung Die auch bis hin zu einer Störung der Persönlichkeit werden kann Dass innerhalb von Beziehungen Muster entwickelt werden unter der rote Linie die dann zu diesen Disbalancen führen.

00:06:41: Und dann ist ein Geben nicht mehr gesund, sondern macht einen Zufilgeben

00:06:46: krank.".

00:06:47: Du hast vorhin ein Begriff gebraucht und zwar Entwederbeziehungen.

00:06:54: Kannst du das noch ein bisschen erläutern?

00:06:56: die rote Linie, wo es dann zu monolog wird oder eben im schlimmsten Fall sogar Krankheit entsteht?

00:07:02: Genau.

00:07:03: Können wir alle sofort abgleichen das Gefühl denken wie auf diesen drei Ebenen also wenn du an deine Beziehung denkst.

00:07:10: Denkst du nur an dich und denkst du dass auch letztendlich immer im Gegensatz zum anderen?

00:07:17: Oder denkst du auf diesen drei Ebenen ganz selbstverständlich, dass du an dich denkst.

00:07:22: Dann denkst Du an den anderen und du denkst an die Beziehung.

00:07:25: Und du fühlst sich in keiner Weise bedroht und das eine schließt das andere nicht aus.

00:07:31: Das ist ja eine Intuition!

00:07:33: Da bist du in Frieden, in Ruhe.

00:07:35: D.h.,

00:07:35: da bedrohrt Dich das Nicht.

00:07:36: Ich bedrohte die Beziehenung nicht, ich bedrohte Dich der Andere

00:07:40: nicht.".

00:07:41: Und die Entweder- oder Beziehung, die sich über mehrere Monate manchmal über mehrere Jahre entwickelt.

00:07:48: Die läuft am Ende in mehreren Phasen ab.

00:07:51: Das heißt im ersten Schritt geht es nicht mehr darum zu sagen Mensch also lass uns mal gemeinsam auch in der Verschiedenheit gucken wie wir alle gleichberechtigt vorkommen.

00:08:01: Sondern hier beginnt es, dass beide sagen okay ich will nicht das was du willst aber das was für mich wichtig ist.

00:08:10: Das müssen wir machen und dann findet ein erster Wechselstadt eine neue Phase in der Beziehung wo's nicht mehr ein Miteinander isst sondern ein Gegenteinander.

00:08:22: Wir können einfaches Beispiel nennen wenn sich ein Ehepaar oder ein Paar das kannst du auch beruflich machen wir sind jetzt im Familienbereich Darüber austauscht, bleiben wir heute zu Hause oder machen wir eine Unternehmung.

00:08:35: Das kann man natürlich mit ganz vielen anderen Situationen auch machen.

00:08:39: Der eine möchte gerne zuhause bleiben und der andere möchte eine Unternehmern machen.

00:08:43: So!

00:08:43: Und der Dialog ist dass beide sagen okay wir haben zwei verschiedene Haltungen und jetzt lass uns mal gucken... Wie können wir das miteinander vereinbaren?

00:08:53: Es wäre zum Beispiel, wir bleiben eine Zeit lang zu Hause.

00:08:56: Danach gehen wir raus oder heute bleiben wir mal zuhause.

00:08:59: Morgen machen wir die Unternehmung.

00:09:01: Das heißt also es wird so geguckt dass jeder darin vorkommt.

00:09:05: gleichzeitig kann man gucken.

00:09:06: kann ich heute vielleicht für eine zeit verzichten?

00:09:09: finden wir eine unternehmungen wozu beide Lust haben wo die ruhe letztendlich gewährleistet ist die ich auch zu hause habe dass man eine Unternehmung macht, der andere zu Hause bleibt.

00:09:22: Also es ist grundsätzlich die Orientierung wie kriegen das zusammen hin und jeder findet statt?

00:09:27: Die Basis ist eigentlich der Dialog.

00:09:29: Genau!

00:09:29: Das ist der Dialogue.

00:09:30: Es muss ja über Long-Term funktionieren.

00:09:33: Es kann vielleicht sein, dass wir dieses Woche etwas gemeinsam machen und das andere Wochen individuell.

00:09:38: also in dem Sinn kann sich dann auch über die Zeit ausbalancieren.

00:09:41: Das darf nicht aus der Liesbalance fallen.

00:09:43: Das ist mir absolut einleuchten Da wir ja in deinem Buch über Familie sprechen, als Paar kann man das sehr gut miteinander ausdiskutieren.

00:09:52: Aber wenn der Aspekt Kinder noch dazu kommt dann kommen auch weitere Bedürfnisse.

00:09:55: also ich sage es bewusst in Mehrzahl.

00:09:57: dann kommt da noch eine dritte Meinung eine vierte oder sogar eine fünfte Meinung dazu und das macht natürlich viel komplexer.

00:10:04: Umso wichtiger ist der Dialog.

00:10:06: Und das, was ich gerade beschrieben habe ... Das ist das konstruktive Miteinander wie du sagst.

00:10:13: Es geht über längere Zeit.

00:10:15: Dass man ein Gleichgewicht findet und wenn das aber nicht stattfindet Wenn diese Suche nicht mehr stattfindert Dann findet eine Überschreitung der roten Linie statt und die ist im ersten Schritt.

00:10:27: Es geht ja darum, du hattest mich gefragt einmal den Ablauf zu sehen.

00:10:31: wie kann eine Beziehung eigentlich immer ungesunder werden?

00:10:33: was für ein Mechanismus entwickelt sich?

00:10:35: Ja dann findet nicht mehr eine gemeinsame Suche statt sondern dann findet Ein Gerangel statt.

00:10:41: Ich möchte aber gerne zu Hause bleiben, okay und ich möchte jetzt aber das für eine Unternehmung

00:10:46: machen.".

00:10:47: Und dann wird miteinander diskutiert und gegeneinander gekämpft.

00:10:51: Das geht in gewisse Zeit lang gut und irgendwann hat einer den längeren Atem.

00:10:55: Können wir machen dass derjenige ausgehen will, dass er stärker ist?

00:11:02: weil der andere den Eindruck hat, ich komme gegen den nicht an.

00:11:05: Gleichzeitig kann ich mich auch nicht trennen.

00:11:08: Ich bin ja in dieser Beziehung und irgendwie ist der Andere stärker als ich.

00:11:12: Ich habe keine Möglichkeit, mich zu vertreten.

00:11:14: Ich fühle mich mit dem Rücken zur Wand.

00:11:17: also was mache ich?

00:11:18: Ich gehe in den Widerstand und sage nur noch ne, ich hab keine Lust dazu.

00:11:21: zu dem, was du mir vorschlägst.

00:11:23: Ich fange nicht an noch zu sagen, ich würde gerne zu Hause bleiben.

00:11:26: Also ich fange schon an nicht mehr wirklich meine eigene Position zu vertreten sondern gegen zu halten.

00:11:33: Da beginnt die Widerstandsphase.

00:11:36: Also quasi ich gebe mich auf und in dem Sinn ist eigentlich auch das der Grund, der dann über längere Zeit auch krank machen kann?

00:11:43: Du gibst dich da noch nicht auf in der Widerstandsphase, bist du am Gegenhalten.

00:11:51: Du bist eigentlich die ganze Zeit innerlich in deiner Beziehung, dir gefällt es nicht?

00:11:55: Du fühlt sich nicht gut!

00:11:57: Die geht es eigentlich.

00:11:58: deine Stimmung ist schlecht, du bist genervt und du bist eigentlich der ganze Zeit dabei dich zu wehren während der andere weiter von dir fordert dass wir jetzt das machen was er möchte so und die selbstaufgabe die entwickelt sich über Ja, eine längere Zeit.

00:12:17: und natürlich ist das Beispiel jetzt ein sehr kurzes Beispiel.

00:12:21: Das soll einfach nur einen Synonym für grundsätzliche Situationen auch in Auseinandersetzung sein.

00:12:29: so Und wie es dann weitergeht?

00:12:31: Ist der Widerstand bericht irgendwann Der andere sagt Mensch wir müssen jetzt losgehen und hat unterschiedliche Möglichkeiten das deutlich zu machen dass nein wird schwächer von demjenigen, der gegenhält.

00:12:44: Und irgendwann hat er das Gefühl okay es bringt gar nichts was ich sage ok na gut dann machen wir das jetzt so.

00:12:53: und diese letzte Phase in Beziehung ist die Rückzugsphase.

00:12:57: und dass ist die Selbstaufgabe von der du eben gerade gesprochen hast.

00:13:01: da gibt der eine sich für den anderen aus da ist dieses entweder ich oder du.

00:13:08: ja da gibt es nur noch dass du und dass ich existiert nicht mehr.

00:13:12: So und das ist, was krank macht.

00:13:14: Das ist am Ende das wenn dieser Mechanismus in Beziehung stattfindet was der Leo beschreibt so zerstört man Beziehungen.

00:13:22: Jetzt aber unterhalb der roten Linie entstehen ja auch innere Realitäten das haben wir auch schon oft thematisiert, die inneren Realitäten und das hat ja sehr stark mit der eigenen Kindheit zu tun.

00:13:32: Was ist das?

00:13:33: Was passiert da?

00:13:35: oder was sind die innere Realitäten in Bezug auf die rote Linie?

00:13:39: Ein entscheidender Aspekt für gesunde Beziehung, für Gesundheit und Erfüllung ist dass wir Beziehungen in der Gegenwart führen.

00:13:46: Und wir können Beziehungs nur in der gegenwahrt führen wenn wir uns selbst bewusst in beziehung vertreten Das Gefühl für uns behalten das Bewusstsein und eben dafür sorgen, dass wir gleichberechtigt vorkommen.

00:13:58: In dem Moment wo wir uns aufgeben für den anderen verlieren wir auch unser Bewusstsein über uns selbst.

00:14:06: Und dann beginnt es das wir innerhalb dieser Beziehung unterhalb der roten Linie Realitäten schaffen Beziehungswahrheiten die auf der Geist des Bewusstseinshaltungen basieren entweder ich oder du Täter-Opfer So.

00:14:23: und dann werden Wahrheiten innere Realitäten kreiert.

00:14:28: Und eine innere Reality ist in dem Fall, dass derjenige, der sich aufgibt und mit einer Unternehmung macht hat für sich eine Wahrheit oder eine Realität entwickelt.

00:14:42: okay ich kann am Ende mich nicht durchsetzen.

00:14:45: Am Ende muss ich sowieso das machen, was der Andere sagt.

00:14:48: Die innere Realität einer Selbstaufgabe fängt schon an darüber auch ja Gefühl ein gefühlsmuster zu entwickeln Gedanklicher Muster zu entwickeln Ein Verhalten zu entwickeln wo er immer mehr lernt sich aufzugeben in Beziehung weil er immermehr das Gefühl für sich selbst entwickelt.

00:15:09: Das ist das was du auch sagtest.

00:15:11: so kann man natürlich auch lernen dass man Irgendwann im ungesunden Sinne immer in der Rolle ist, zu helfen zu geben.

00:15:20: Aber eben nicht weil es wesentlich ist sondern weil du eine innere Realität entwickelt hast in einer Beziehung wo du sehr lange im Rückzug gewesen bist.

00:15:32: Aber trotzdem, ich meine vielleicht... Ich sag jetzt mal weil wir gerade bei den inneren Realitäten sind.

00:15:37: Also vielleicht habe ich ja als Kind eine dominante Mutter gehabt oder auch einen dominantem Bruder oder Vater oder was auch immer und ich kenne nichts anderes als aufzugeben oder ich kann mich nicht durchsetzen.

00:15:47: also dann ist das ja wie so eine sage ich jetzt einmal in Anführungszeichen Normalität für diejenige Person, die sich dann aufgibt.

00:15:59: Und genau deswegen besprechen wir es, weil in dieser Staffel geht es ja um Familie.

00:16:05: Es geht darum dass die Familie sich nicht erschöpft das heißt die Familie im grünen Beziehungsbereich bleibt und natürlich die Eltern sich nicht erschöpfen und die Kinder auch nicht und vor allen Dingen nicht die ausgebrannten Erwachsenen von morgen werden.

00:16:22: Und Familie ist das erste System, wo du Beziehung lernst.

00:16:27: Und als Erwachsener hast Du Beziehungen in der Hand.

00:16:31: Als Erwachsener hast Du immer die Möglichkeit zu gehen oder dich anders in der Beziehungsverhalten.

00:16:40: Die einzige Lebenssituation eines Menschen, wo er wirklich mit dem Rücken zur Wand steht?

00:16:46: Ja!

00:16:47: Das ist nicht das Ehepaar, wo der eine irgendwann sagt, na gut ich kann eben nichts machen.

00:16:51: Deswegen muss sich mit jetzt eine Unternehmung machen.

00:16:54: Der steht nicht mit dem Rücken zur Wand.

00:16:56: Er denkt das innerlich.

00:16:59: Und er kennt es?

00:17:00: Und das ist eben entscheidend!

00:17:01: Die einzige Situation, wo ein Mensch mit dem rücken zur wand steht und nicht weg kann... ...das ist die Situation in der Kindheit.

00:17:10: Ein Kind kann nicht weg.

00:17:11: Ein kind ist existenziell darauf angewiesen dass Meine Eltern, die stärker sind als ich immer dafür sorgen mit mir im grünen Bereich zu bleiben.

00:17:22: Das heißt, ich lerne von Anfang an also auch wenn sie erwachsen sind und starker sind aber ich komme gleich berechtigt vor.

00:17:29: Mir wird zugehört?

00:17:31: Ja!

00:17:32: Ich werde nicht mit dem Rücken zur Wand gedrängt, ich werde nicht zur Identitäts- oder Selbstaufgabe gezwungen sondern ich werde gleichberechtigt gehört.

00:17:42: Ich lerne auch, dass der andere auch vorkommt und das wir auch.

00:17:46: Aber das ist ein ganz entscheidender Aspekt.

00:17:49: Und wir können natürlich innere Realitäten in Beziehungen während des Erwachsenenalters entwickeln, das kennt jeder der in Partnerschaften war die unter der roten Linie stattgefunden hat im beruflichen Konstellation in hierarchischen Verhältnissen die unterhalb der Roten Linien stattgefund haben in Freundschaften wenn man sich dort zu lange im Rückzug befindet und aufgibt entwickelt man daraus eine Wahrheit.

00:18:15: Man entwickelt die Wahrheit des Opfers, aber natürlich auch man verinnerlicht den Täter.

00:18:22: Den Unterdrücker und das ist auf der einen Seite prägend.

00:18:26: was aber viel prägener ist sind die inneren Realitäten die in der Kindheit entstanden sind weil dort ist die entwickelte Wahrheit.

00:18:37: Ist je früher Beziehung unterhalb der roten Linie gelernt wird, dann lernst du als Wahrheit automatisch dich aufzugeben.

00:18:47: Das heißt jede Beziehungswahlheit ist an deiner Identität geknöpft.

00:18:52: Deswegen ist es eben so wichtig und mir ja ein Anliegen auch das Buch geschrieben zu haben wie jetzt im Podcast genau darüber aufzuklären guckt hin, wie ihr mit Kindern Beziehung führt.

00:19:04: Seid ihr oberhalb der roten Linie oder nicht?

00:19:08: Weil da werden Beziehungswahrheiten in dem kleinen Menschen geschaffen!

00:19:12: Ja absolut nachvollziehbar.

00:19:14: aber eben wenn ich wenn eben unterhalb der Rotlinie Kindheit passiert dann muss sich das als Erwachsener erkennen und ich muss danach bewusst mich von dieser inner Realität emanzipieren.

00:19:27: Sonst bin ich ja komplett ausgeliefert dieser Inerrealität, dass sich eben die Kindheit immer unterhalb der roten Linien passiert.

00:19:35: Genau dann das ist eben, dass du im ersten Schritt gar nicht erkennst, dass ein Bewusstseinzustand aus der Vergangenheit also eine innere Realität ist sondern du lebst Beziehung wie du sie von Anfang an gelernt hast.

00:19:51: und da ist es für dich normal, dass Du Dich aufgibst in erwachsener Beziehung, nicht weil das eigentlich für diese Beziehungen unbedingt normal sein muss.

00:20:01: Aber du hast gar nichts anderes gelernt!

00:20:04: Das heißt also wenn du in Kindheit von Anfang an unterhalb der roten Linie aufwächst verinnerlichst du zwei Dinge.

00:20:13: Du verinnerligst einmal das Wissen wie es geht sich aufzugeben.

00:20:18: Du lernst nachzugeben, du lernest einfach okay, du unterwirfst dich.

00:20:25: Du larnst das Gefühl der Ohnmachkennung.

00:20:28: Das ist ein ganz entscheidender Punkt dass darüber die erlandte Hilflosigkeit in einem Menschen entsteht.

00:20:34: ich kann doch nichts machen.

00:20:35: und je mehr ein Mensch das erlebt hat umso schneller kommt er in sein späteren Beziehung, in einer Aussichtslosigkeit.

00:20:44: Die eigentlich mit der Gegenwart gar nicht zu begründen ist aber sie ist eben mit der ersten Beziehungserfahrung begründbar.

00:20:50: gleichzeitig lernt der kleine Mensch natürlich nicht nur wie es ist unterdrückt zu werden sondern der guckt ganz genau wie Unterdrücker handeln.

00:21:02: das heißt du verinner legst unterhalb der roten Linie und in dieser entwederbeziehung Du verinnerlichst Täterschaft und Opferschaft.

00:21:12: Und dann gestaltest du in dieser Normalität deinen späteren Beziehung, bist du erkennst Moment wo stehe ich eigentlich?

00:21:19: Ich bin im ungesunden Beziehungsbereich und den muss sich in mir lösen um im Außen dann in die Gegenwart und in eine gesunde Beziehungen Struktur zu finden.

00:21:30: Da kann man eigentlich sagen für diese Folge dass man oftmals oder eben leider als Erwachsener zuerst eigentlich fast krank werden muss, um das wirklich objektiv zu reflektieren was in der Kindheit passiert ist.

00:21:44: Ja das ist so dass in den meisten Fällen erst Krankheit entstehen muss bis die Menschen innehalten und sich angucken ja was ist da eigentlich die Ursache?

00:21:58: denn nochmal also wenn du wirklich ins Leben kommst Und du bist in einer Beziehungsstruktur, wo es völlig normal ist dass meinetwegen das Kopfende des Tisches besetzt ist.

00:22:13: Da sitzt einer der hat das Sagen und die anderen vier schweigen.

00:22:18: Und derjenige meinet wegen der das Saken hat ist in dem Fall der Mann.

00:22:23: So dann lernst Du das!

00:22:26: Du lernst der Mann hat das sagen, du lernest zu schweigen.

00:22:30: Du larnst möglicherweise in vielen Fällen noch überhaupt gar nicht dich zu äußern und zu sprechen weil das von Anfang an unterbunden wird.

00:22:38: Und das ist für dich dann so normal dass du so dann im Leben beruflich wie privat in dieser Wahrheit lebst und zwar solange bis du krank wirst Je nachdem, das ist ja das Dramatische.

00:22:54: Wenn ein Mensch auf die Welt kommt hat er seine gesamte Lebensenergie da und kann ganz viel kompensieren.

00:23:02: aber irgendwann je kaputter und wertloser die Beziehungserfahrung ist damit geht jede Lebensenergi drauf so und dann kommt irgendwann die Krankheit.

00:23:13: Alternativ ist natürlich genauso, dass in Beziehung Auseinandersetzung stattfinden.

00:23:19: Leidstadt findet wo man darüber dann über die Erkrankung der Beziehungen oder Beziehungsbrüche abbrüchen.

00:23:27: Dann merkt also irgendwo bin ich offensichtlich In einer Beziehingswelt Wo es mir schwer fällt Beziehing zu halten.

00:23:38: Also Kann man wirklich abschließend sagen, also eigentlich zurück oder schließen wir so den Bogen.

00:23:43: Es ist wirklich tägliche Arbeit und nicht ganz einfach wirklich Beziehung zu pflegen, zu kultivieren auf einer gesunden guten Ebene.

00:23:53: Und genau das was im Leo am Anfang im Zitat gesagt hat es ist halt viel schwerer nicht zu zerstören als eben Beziehungen einfach mal schnell zu gewinnen.

00:24:03: Und auch da muss man natürlich sehen Beziehungsaustausch Je wertvoller deine Beziehung ist von Beginn an, umso mehr Wert hast du in dir und um so leichter fällt es dir das Du-Beziehung gut und konstruktiv gestaltet bist.

00:24:24: Weil das für dich das Selbstverständnis!

00:24:27: Es ist für Dich das Selbstverständnis ich komme vor der Andere... Für mich ist es so normal mit Ich und Du zu denken Aber je mehr Wertlosigkeit du in dir aufgenommen hast, je mehr Du entweder gelernt hast in Beziehung.

00:24:46: Umso mehr ist das natürlich in Dir und um so schwerer wird es für Dich plötzlich zum Und zu wechseln.

00:24:55: Also da ist es viel leichter zu kämpfen, viel leicht im Widerstand zu sein, viel leichter sich aufzugeben anstatt zu sagen, muss ich gar nicht.

00:25:06: Also ich muss mich gar nicht aufgeben weil ich habe so das Vertrauen und die Erfahrung wir kriegen es gemeinsam hin und wenn wir's nicht gemeinsam hinkriegen dann müssen wir nicht kämpfen und zerstören sondern gehen wir im Guten auseinander.

00:25:19: Das ist wie Mathematik Und in analogik deutlich zu machen Alles was wir in Beziehung dem anderen entgegenbringen Was uns entgegengebracht wird Das verinnerlichen wir.

00:25:34: Und je wertvoller es ist, je mehr es im grünen Bereich stattfindet, umso leichter fällt das uns Wert voll Beziehung zu gestalten.

00:25:45: Je destruktiver es wird, je näher wie im roten Bereich sind, um so schwerer fällt es uns und umso kranker werden

00:25:52: wir.".

00:25:52: Das heißt also ein Appell in dieser Folge?

00:25:55: Ja.

00:25:56: Im ersten Schritt mal wieder zu gucken, sind wir im grün Bereich Oder sind wir möglicherweise in der einen oder anderen Beziehung im roten Bereich auch den Kindern gegenüber?

00:26:09: Und zwar nicht, weil wir das unbedingt wollen.

00:26:11: Das ist ja auch immer eine Bösartigkeit.

00:26:13: Sondern das weißt du selber... ich in meiner anderen Beziehung angestrengt bin.

00:26:19: Das System hat Herausforderungen, das Leben hat Herausforderung.

00:26:23: Wenn ich selbst eigentlich kein Spielraum mehr habe, dann ist es für mich als Erwachsener viel einfacher zu sagen so Ich und mich auf das kleine Du gar nicht einzustellen weil ich keine Zeit habe oder weil ich voll bin von Stress- und Überladung aus anderer Beziehungen.

00:26:42: Das heißt also das Kind nach unten zu drücken ist nicht häufig vorsätzlich und deswegen der Appellbewusstwerdung.

00:26:52: Wir besprechen das in den kommenden Folgen, wie man das macht ja?

00:26:56: Dass eben die Beziehung zwischen Eltern- und Kind auch in keiner Weise überhaupt mit einer Kampfbeziehung beginnt sondern wieder Dialog dort geht.

00:27:06: Und trotzdem hast du mich jetzt ein klein wenig erschrocken weil du gesagt hast, Beziehungen sind wie Mathematik, weil ich hatte Mathematiken nicht wirklich gerne Aber es hat ja nicht eigentlich mit der eigentlichen Mathematik zu tun.

00:27:15: Auch wenn man in Mathe nicht gut ist oder mathe nicht so gerne hat, kann man gut Beziehung leben.

00:27:19: Du weißt du warum ich das gesagt habe?

00:27:21: Weil dort vor vielen Jahren ein Mann mit seiner Frau in die Beratung kam und sagte er hält erstmal von der Psychologie nicht viel.

00:27:30: Und er ist eher ein logischer Mensch und auch mathematisch orientiert.

00:27:36: Da hab' ich gesagt ach also... Es gibt nichts Logisches als die Psychologie!

00:27:41: und er hat es erkannt.

00:27:43: Und wenn wir das wirklich sehen, Beziehung ist zutiefst logisch.

00:27:48: Es ist zu tief logisch was stattfindet.

00:27:51: Selbst dort wo es absolut unlogisch erscheint Ist es logisch.

00:27:57: Und je mehr wir uns für den Dialog entscheiden Bewusst im Konstruktiven zu bleiben auch wenn's mal schwer ist Umso mehr haben wir eine gesunde, erfüllte, beheimatete Beziehungssituation.

00:28:12: Vielen herzlichen Dank!

00:28:13: Das können wir so stehen lassen für diese Folge – für deine Erfahrungen und Einblicke.

00:28:19: Miriam, danke!

00:28:20: Danke an dich!

00:28:22: In der nächsten Folge reden wir über die eigene Kindheit

00:28:24: bzw.,

00:28:25: wie verabschiede ich mich von der eigenen Kindheit im Erwachsenenalter?

00:28:29: Ich freue mich drauf, trage euch Sorge!

00:28:31: Wir bleiben in Dialog und bis zum nächsten Mal!

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