Folge 3: Aus der Sackgasse zurück ins Leben
Shownotes
Für alles braucht man einen Schein, nur nicht für das Elternsein – kann man das nicht nachholen? Dieser Satz eines Patienten, der sich auf der Spurensuche seiner Erschöpfung weit zurück in die eigene Kindheit begeben hatte, steht stellvertretend für die vielen Eltern, die in ihren Therapien oder Coachings feststellen, dass ihre gelernten Beziehungsmuster aus der Kindheit in Sackgassen geführt und sie diese ungewollt an die eigenen Kinder weitergegeben haben. Die elementaren Fragestellungen hat Dr. Mirriam Prieß in ihrem neuen Buch verarbeitet: „Familie ohne Burnout – wie Eltern sich nicht erschöpfen und unsere Kinder nicht die ausgebrannten Erwachsenen von morgen werden“. In dieser dritten Folge der neuen Staffel gehen Dr. Mirriam Prieß und Sven Furrer Schritt für Schritt die einzelnen Kapitel der Neuerscheinung durch und beleuchten zentrale Aspekte, die wichtig für jeden von uns sind, um in guter Beziehung zu sich selbst zu sein, eine gelungene Partnerschaft führen zu können und in der Konsequenz auch fähig zu gesunder Elternschaft zu werden. Warum eine glückliche Kindheit glückliche Eltern voraussetzt, wieso man als Erwachsener Frieden mit seiner eigenen Kindheit finden muss – das alles wird in dieser neuen Folge besprochen.
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Transkript anzeigen
00:00:14: Ein ganz typisches Merkmal ist, dass wenn die Elternschaft anfängt, die Partnerschaft verloren geht.
00:00:22: Was bedeutet eine Beziehung oberhalb der roten Linie?
00:00:28: Wie geht die bedingungslose Liebe?
00:00:30: Was passiert, wenn ich das nicht fühle?
00:00:33: Also erst die Beziehungen zu mir selbst – dann kommt die Partnerschaft und erst dann kann erst die Elternenschaft
00:00:40: kommen!
00:00:46: Gesundes Leben ist gelingende Beziehung, eine neue Folge der neuen Staffel zum Buch Familie ohne Burnout.
00:00:52: Herzlich willkommen Hallo Miriam!
00:00:54: Hallo Sven
00:00:55: Ich freue mich auf die heutige Folge.
00:00:57: es geht um den Inhalt eines neuen Buchs Familie ohne burn out.
00:01:01: und du steigst im Buch ein mit einem Zitat eines auchen dreißigjährigen Vaters mit zwei Kindern der sagt für alles braucht man einen Schein nur nicht für das Elternsein.
00:01:12: Was meint ihr damit?
00:01:13: Naja, das ist die Situation.
00:01:14: Das war der Max, der bei mir in der Beratung war weil er sich erschöpft hat und der hat sich auf den Weg gemacht auf die Ursache der Erschöpfung Und da war unter anderem... Hat er natürlich seine Kindheit auch aufgearbeitet und sich mit seiner Kindheit auseinander gesetzt und hat festgestellt dass in seinen ersten Beziehungserfahrungen darüber sind Muster entstanden wo er keine Grenzen setzen konnte und die am Ende in die Erschöpfung geführt haben.
00:01:43: Und natürlich ist es so, wenn Eltern bei mir in der Beratung sind, die sich zwar mit sich auseinandersetzen, aber sie schauen immer auch okay – was bedeutet das für mein Kind?
00:01:54: Bei dem Max war's dann so, dass er irgendwann sagt, Mensch, das kann doch nicht sein!
00:01:58: Also all das, was ich jetzt hier aufgearbeitet habe, was mir deutlich geworden ist, was mich am Ende an die Erenschöpfungen getrieben hat, das hab' ich an meinen Kindern fortgesetzt Und nicht weil ich das wollte, sondern ich dachte, dass ist richtig so.
00:02:14: Und dann kam eben die Aussage Mensch für alles braucht man einen Schein nur nicht für das Eltern sein kann man das nicht ändern.
00:02:21: und Das war dann der Moment wo ich dachte okay Ich weiß was das nächste Buch sein wird was ich schreibe
00:02:29: Und wenn man dieses Zitat oder diese Gedanke weiterspint, wie würde dann die Eignungsprüfung für Eltern eben für diesen Schein aussehen?
00:02:37: Also was muss man denn mitbringen um wirklich gute Eltern zu sein.
00:02:44: Beziehungsfähigkeit, Dialogfähigkeit.
00:02:48: Der nächste Punkt ist eine gute Beziehung zu sich selbst.
00:02:52: ein weiterer Punkt ist einer gute Partnerschaft Und zwar nicht im Kopf, sondern im Kopf und im Bauch und im Herzen.
00:03:05: Wie belastbar ist!
00:03:07: Und dann ist natürlich ein ganz existenzieller Punkt für so einen Elternführerschein dass die Eltern mit der eigenen Kindheit abgeschlossen haben.
00:03:17: Das ist eine ganz zentrale Voraussetzung mit der eigenen Kindheit abgeschlossen und in Frieden, denn Kinder können nur Kinder sein wenn die Eltern erwachsen sind.
00:03:29: Also das wären Aspekte für so einen Elternführerschein.
00:03:33: Ich möchte jetzt eigentlich fast chronologisch durchgehen über den einzelnen Kapitel wo wir nicht unbedingt extrem in die Tiefe reingehen müssen, sondern dass du einfach mal so ein bisschen ein paar Stichworte, ein paar Ausführungen zum jeweiligen Kapitel sagen kannst.
00:03:48: Weil ich meine, in diesem Podcast werden wir ja die einzelnen Kapile dann noch wirklich vertiefen im Einzelnen folgen also sodass sie unsere Zuhörerinnen und Zuhöre einfach mal ein bisschen Überblick haben was da alles drin vorkommt.
00:04:01: Wir starten gleich mit dem Kapitel eins Was eine gelingende Beziehung auszeichnet?
00:04:06: Das ist das Kapitel Eins.
00:04:08: Genau Da ist ja die Frage, wie habe ich letztendlich das Buch strukturiert und aufgebaut?
00:04:15: Und ich fange eben mit diesem ersten Teil an.
00:04:20: Weil dass die Grundvoraussetzung einfach auch ist für eine eigene Gesundheit.
00:04:25: Wir sind in einem Gesundheitssystem was sehr störungsspezifisch im Moment unterwegs ist.
00:04:31: Was dem psychischen Bereich anbelangt, körperlich haben wir eine klare Orientierung.
00:04:35: Was wir brauchen um gesund zu sein und fit zu bleiben ist die Ernährung des der Sport.
00:04:39: Wir wissen von den Blutwerten also da wissen wir ganz viel was wir brauchen.
00:04:43: im psychischen bereich wissen wir das noch nicht.
00:04:45: Da ist eine gute Diagnostik der Störung aber eben nicht.
00:04:50: was braucht eine Seele ein Mensch um gesund zu sein.
00:04:54: Und das ist das, was eben in diesem ersten Kapitel deutlich wird und was ich beschreibe – da geht es eben um eine Hauptaussage, was wir in unserem Podcast auch immer wieder gemacht haben oder tun wie unser Podcast heißt Eine existenzielle Grundfrage für seelische Gesundheit ist, dass wir gelingend Beziehung führen.
00:05:14: Und in diesem ersten Kapitel geht es darum um drei wesentliche Aspekte die wir zu lernen haben einzuhalten haben in der Familie mit uns selbst und in der Partnerschaft aber auch im Leben an sich in den anderen Lebensbereichen damit wir uns nicht erschöpfen.
00:05:32: Und das zweite Kapitel finde ich ganz eine spannende Erkenntnis, warum eine glückliche Kindheit glücklicher Eltern voraussetzt.
00:05:39: Ja!
00:05:39: Das ist das zweite kapitel?
00:05:41: Sagt eigentlich schon alles oder ja?
00:05:44: also man muss das eigentlich gar nicht aber das werden wir natürlich in einer speziellen Folge dann wirklich auch ausführen.
00:05:50: oder hast du dazu noch irgendwas zu sagen oder zu ergänzen?
00:05:52: jetzt
00:05:53: wenn die Eltern unglücklich sind mit sich nicht zufrieden sind, miteinander und dem Leben nicht zu frieden.
00:05:59: Dann ist das Kind natürlich permanent mit dem Unglück der Eltern konfrontiert!
00:06:04: Und es ist angewiesen auf die Eltern.
00:06:07: Es nimmt die Stimmung auf wie ein Seismograph.
00:06:10: Wenn Patienten bei mir in der Beratung sind ... dann ist ganz häufig in den Therapien ein Teil, dass sie betroffenen sich von dem Leid und dem Ungglück der Eltern befreien müssen, die sie für die Eltern unbewusst übernommen haben.
00:06:28: Weil Kinder wollen dass die Eltern glücklich sind und wenn die Eltern nicht glücklich sein tun die Kinder alles dafür damit sie glücklich werden und können darüber kein Kind sein.
00:06:38: lernen dann Lasten aufzunehmen entwickeln ein Helfer-Syndrom.
00:06:42: deswegen ist dieses zweite Kapitel existenziell.
00:06:45: Eltern müssen glücklich seien ohne Zwang sondern das darum geht es ja damit die Kinder glücklich.
00:06:51: Das werden wir in einer separaten Folge natürlich noch vertiefen.
00:06:54: Das dritte Kapitel ist die Beziehung zu sich selbst, das haben wir auch schon in unserer vorherigen Folgen logischerweise ein paar Mal enthematisiert.
00:07:02: Wer bin ich?
00:07:03: Von wo komme ich?
00:07:05: Ja wer bin ich wirklich?
00:07:06: Wozu?
00:07:07: oder hat man mich zu irgendetwas gemacht dass ich eigentlich gar nicht bin?
00:07:10: bin ich, wer ich bin oder bin ich wozu man mich gemacht hat.
00:07:13: Das heißt auch natürlich die Frage in dem Buch geht es immer auch darum.
00:07:17: die eigene Kindheit ist ein ganz entscheidender Punkt auch in den Buch.
00:07:21: der erste Teil des Buches da geht nur um die Eltern.
00:07:25: ja dann basiert auf dieser Aussage Ein Kind kann nur glücklich sein, wenn die Eltern glücklich sind.
00:07:31: Und die Eltern können nur glücklich sein, Wenn sie mit der eigenen Kindheit abgeschlossen haben.
00:07:36: Wenn Sie das Unglück der eigenen kindheit aufgearbeitet haben um dann im nächsten Schritt und das wäre jetzt das dritte Kapitel was du gerade ansprichst eine gute Beziehung zu sich selbst zu entwickeln.
00:07:47: Was heißt es dass ich bin wer ich tatsächlich Bin.
00:07:52: In diesem Kapitel geht es darum, dass die Eltern die Möglichkeit haben sich mit sich auseinanderzusetzen zu sich zu finden.
00:07:59: Zu lernen was eigentlich eine gute Beziehung zu sich ausmacht zu seinem eigenen Selbstwert zu finden.
00:08:06: und das vierte Kapitel hast du auch schon mal im Ansatz angesprochen eben die verschiedenen Rollen die wir in unserem Leben einnehmen Frau Mann Partnerin Partner Mutter Vater uns weiter
00:08:16: entscheidend.
00:08:17: Das ist also, gerade wenn Menschen in die Beratung kommen dann ist... Also die Beziehung zu sich selbst findet gar nicht mehr statt.
00:08:25: Ich habe gar kein Gefühl für mich, ihr funktioniert noch!
00:08:28: Ein Vater sagte vor einiger Zeit ich selbst ... Die Frage nach mir selbst ehrlich gesagt kriege ich noch nicht mal mit, wenn ich Hunger hab.
00:08:39: So weit und natürlich geht es auch darum, ich bin ja nicht nur Mensch Sondern ich bin Frau oder auch Mann.
00:08:46: Ja?
00:08:47: Und auch dort die Beziehung zu haben, zu dem eigenen Geschlecht.
00:08:53: Das spielt ebenfalls eine ganz entscheidende Rolle für das eigene Glück und viele, die eben in der Beratung sind, haben gar keinen Bezug zum eigenen Mann und Frau sein.
00:09:02: Das ist das was wir ja als Podcastfolge auch mal machen wollten!
00:09:05: Oder auch machen werden.
00:09:06: jetzt... Genau Und auch da vielleicht noch einmal für die Zuhörerinnen und Zuhöre zu sagen, wir gehen natürlich jetzt das Buch durch die Kapitel.
00:09:14: Aber es geht natürlich darum, wenn wir mit dem Podcast wieder starten, geht es ja gar nicht so um das Buch sondern es geht um die Inhalte.
00:09:21: Genau!
00:09:22: Das Buch beinhaltet eben sehr viel der Themen, die wir dann besprechen.
00:09:27: So in diesem dritten Kapitel geht's um Mann sein, um Frau sein was das eigentlich heißt... Was wird
00:09:33: der Kapitel?
00:09:34: Das vierte Kapitel entschuldigt
00:09:36: auch.
00:09:37: Und da geht es eben auch darum, dass das zum Beispiel die Partnerschaft, dass man Frau sein... Was das eigentlich bedeutet wirklich im Dialog zu leben?
00:09:48: Warum gerade hier das größte Schlachtfeld in Zwischenmenschlichen stattfindet.
00:09:54: Die Methodebatte, was das eigentlich ist, rote Linien wo die überschritten werden... Das ist ja nicht nur wenn der Respekt verloren geht!
00:10:00: Also das ist so ein großes Thema und es ist natürlich entscheidend für das Kind weil der Vater ist die erste Männerfahrung, die Mutter die erste Frau-Erfahrung.
00:10:09: Und sind die beiden glücklich?
00:10:12: In dem eigenen, in der eigenen geschlechtlichen Identität?
00:10:15: sind die gerne Mann und Frau?
00:10:16: Ja dann kriege ich das mit.
00:10:18: Und wenn ich aber die ganze Zeit vermittelt bekomme, um Gottes Willen.
00:10:21: Also ich mag mich nicht als Frau oder kann heute kein Mann mehr sein – das sind alles Zitate!
00:10:28: Und je nachdem, wer ich dann als Kind bin.
00:10:31: Dann wird mir diese Stimmung vermittelt und das hat eben einen Bezug auch zu der eigenen Identitätsbildung und Findung.
00:10:39: Das kann manchmal – und es ist eben auch in dem Buch – bis hin zur Erstörung zum Beispiel bei Mädchen gehen die keine Frau werden wollen weil die Mutter dort in einem großen eigenen Konflikt steht.
00:10:50: Ja!
00:10:51: Die Partnerschaft als solches thematisierst du im Kapitel V Wer wir als Partner sind Und da nehme ich an, da gehst du eben dann auch in die Tiefe.
00:11:01: Wie funktionieren wir als Konstellation?
00:11:03: Als Paar oder?
00:11:04: Also erst die Beziehung zu mir selbst, dann kommt die Partnerschaft und erst ... Dann kann erst die Elternschaft kommen!
00:11:11: Das heißt natürlich geht es in diesem Buch darum deswegen die Eltern haben sich erstmal ums Sicht zu kümmern.
00:11:16: Erst mal um ihre zentralen Beziehungen und dann ist als nächstes nachdem die Beziehen zu sich selbst geklärt wird... Die Partnerschaft dran.
00:11:24: Was ist eigentlich eine dialogische Partnerschaft?
00:11:28: Auf welcher Aspekte haben wir zu achten, haben wir dieselbe Vorstellung.
00:11:32: Ein ganz typisches Merkmal ist dass wenn die Eltern schafft anfängt die Partnerschaft verloren geht.
00:11:39: und gerade wenn die Kinder klein sind dann schleicht sich das so ein denn geht es eigentlich nur noch ums Kind.
00:11:44: aber wie es möglich ist sich als Paar nicht zu erschöpfen sondern paar zu bleiben Wie auch die eigene Biografie sich noch da auswirkt, das ist dann sozusagen in diesem Kapitel.
00:11:58: Also Mirja mit deinem Buch beschreibst du eigentlich das klassische Familienmodell Mann-Frau-Kind.
00:12:04: jetzt wissen wir natürlich im zwei tausend sechsundzwanzig es gibt und die unterschiedlichsten Konstellationen.
00:12:10: Das heißt aber nicht dass du von dir aus ausschließt oder die einfach nicht berücksichtigt, sondern du redest über das was du kennst.
00:12:18: Natürlich ich beschreibe ja in meinem Buch letztendlich die Praxiserfahrung oder die Fallbeispiele, die Situationen von Eltern, die sich in dem fall tatsächlich überwiegend im klassischen Rollmodell befinden.
00:12:32: natürlich geht es um eine grundsätzliche Beziehungsgestaltung.
00:12:35: Das heißt also, was brauchen wir, um gesund Beziehung zu gestalten?
00:12:40: Zu uns selbst und zu anderen!
00:12:42: Was braucht das für ein Leben, was mir entspricht?
00:12:46: Und das kannst du natürlich auf alle anderen Modelle anwenden.
00:12:51: Also was brauchen Wir, um gut miteinander Beziehungen zu führen, dass wir uns in unseren Beziehionen nicht
00:12:58: erschöpfen?!
00:13:01: auch an grundsätzlicher Beziehungserfahrung, umso mehr wenn zum Beispiel Trennung stattfindet.
00:13:09: Da ist ja ein ganz entscheidender Punkt das die Elternschaft ein Leben lang erhalten bleibt und dass dort der Dialog auch der Eltern die Brücke für das Kind ist über die das Kind gehen kann selbst wenn alle beteiligten sich in anderen Konstellationen mittlerweile befinden neue Familien gegründet haben sich im Patchwork-Familien befinden Dann Beziehung ist letztendlich universell.
00:13:35: Genau und dann kommt die nächste Stufe, wir als Eltern das ist Kapitel sechs.
00:13:38: also das heißt es gibt ja wie du jetzt eben eindrücklich geschildert hast da gibt's so eben unterschiedliche Stufen die einfach als Fundament gewährleistet sein müssen um eben auf die nächste stufe zu kommen?
00:13:50: Absolut!
00:13:52: Und so wie du das sagst, vielleicht auch da nochmal zur Erklärung.
00:13:55: Es geht nicht um irgendwelche Dogmen aufzustellen Sondern es ist einfach eine Realitätsbeschreibung.
00:14:01: Ein Kind entsteht aus zwei Menschen.
00:14:03: So und wenn diese beiden Menschen Nicht gut mit sich sind Mit sich selbst sind und auch nicht gut miteinander sind Dann wirkt sich das auf der einen Seite natürlich auf das kind aus.
00:14:14: Ja
00:14:14: aber diese beiden menschen haben ganz andere Kapazitäten, sich um einen kleinen Menschen der rund um die Uhr versorgt werden muss zu kümmern.
00:14:23: als wenn diese Ebenen gut sind.
00:14:26: Weil ich brauche natürlich die Partnerschaft, die Kraft der Partnerschaft für die Elternschaft und Ich kann mich nur gut in die Partnershaft einbringen Wenn ich eine eigene Identität habe und ich versorgt werde will so und jetzt die Eltern schafft ist eben auch entscheidend sich darüber natürlich rechtzeitig Gedanken zu machen.
00:14:46: Das Buch ist ja nicht nur für Eltern, sondern auch für werdende Eltern.
00:14:52: Sich zu fragen was brauche ich eigentlich für eine dialogische Familienplanung?
00:14:58: Welche Fragen müssen geklärt werden?
00:15:01: Was ist eigentlich meine Vorstellung von Mutter und Vater sein.
00:15:06: Was für eine Beziehung habe ich zu der Rolle?
00:15:08: Viele haben gar keine Beziehungen zur Elternrolle, viele übernehmen unbewusst die Erfahrung, die sie mit den eigenen Eltern gemacht haben.
00:15:17: das führt zum Beispiel dazu dass manchmal die Beziehungs zu den Kindern gar nicht aufgebaut werden kann.
00:15:23: also da ist ein Beispiel fällt mir jetzt ein von einer jungen Mutter, die sich zutiefst einen Kind gewünscht hat.
00:15:30: Ihre Tochter war auf der Welt, die Frau nimmt ihr Kind in den Arm und spürt eine Kälte- und Erstarrung – und kann sie nicht lieben!
00:15:39: Und ist zutiebst bestürzt und sagt das kann doch nicht sein?
00:15:43: In der Aufarbeitung, die hat sich auf dem Weg gemacht.
00:15:47: Woran liegt es?
00:15:48: War die Situation dass Sie plötzlich unbewusst an die eigene Erfahrung mit ihrer Mutter erinnert worden ist, die sie nicht wollte.
00:15:59: In dem Moment wo sie in die Rolle kam der Mutter, kam sie automatisch als ihr Kind gesehen hat in Berührung mit ihren eigenen Kindheitserfahrungen und das es in dem Kapitel darum geht es sich in Ruhe bewusst zu machen okay wie habe ich eigentlich Vater und Mutter erlebt?
00:16:19: Wie hat das auf mich eingewirkt, welche Vorstellungen habe ich?
00:16:22: Gibt es da noch Verletzungen?
00:16:24: Kann nicht eigentlich einen guten Bezug zur Mutter und Vaterrolle aufbauen.
00:16:28: Und dann auch ... Was haben wir für eine Vorstellung von Eltern schafft?
00:16:32: Haben wir eigentlich dieselbe Definition vom Bier?
00:16:35: Ist ganz entscheidend, dass man das rechtzeitig klärt.
00:16:38: Die wenigsten, die er schöpft in die Beratung kommen, haben das geklärt.
00:16:42: Ich freue mich umso mehr, dass immer jüngere Paare kommen, die all das klären bevor's losgeht!
00:16:48: Ja.
00:16:48: Und in Kapitel sieben geht es dann in den Dialog mit unserem Kind, also das heißt auch wieder eine weitere Ebene die eigentlich nur erfüllt werden kann wenn die anderen Ebenen wirklich gewährleistet sind?
00:17:00: Also
00:17:00: du bist dann im Grunde genommen und das ist sozusagen so auch das Ziel des Buches.
00:17:06: Das habe ich ja auch in der Einleitung geschrieben.
00:17:09: Das Buch kann nur für Menschen sein, die mit sich alleine arbeiten wollen – selbst für diejenigen, die ihre Kindheit aufarbeiten wollen, die gar nicht in einer Familie oder Beziehung sind sondern die eigene Familie aufarbeiten und die Ursprungsfamilie.
00:17:22: Aber es kann auch ein Elternbuch sein und ein Familienbuch!
00:17:26: Und im ersten Teil des Buches findet sozusagen dieser Elternführerschein statt dass es wirklich nur um die Eltern geht, sich Zeit für sich zu nehmen.
00:17:37: Zu sich zu finden, miteinander zu finden.
00:17:39: So und dann geht's los... ...und dann gehts um das Kind!
00:17:43: Und was das eigentlich bedeutet mit einem Kind?
00:17:46: Mit dem eigenen Kind richtig in Beziehung zu treten.
00:17:50: Das, was wir in unseren ganzen Folgen sagen wie geht der Dialog mit dem Kind?
00:17:55: ist Gleichberechtigung möglich eigentlich?
00:17:58: Was bedeutet eine Beziehungen oberhalb der roten Linie?
00:18:02: Muss ich das Recht der Stärkeren ausnutzen?
00:18:06: Oder kann ich es lassen.
00:18:08: Was bedeutet Offenheit, Augenhöhe, Interesse mit Gefühl?
00:18:13: Respekt, Wertschätzung!
00:18:15: Wie geht die bedingungslose Liebe?
00:18:17: Was passiert wenn ich das nicht fühle?
00:18:20: Was ist, wenn mein Kind mich mit seinen Gefühlen
00:18:22: überschwemmt?!
00:18:24: Was hat meine eigene Kindheit damit zu tun, dass ich wieder selbst zum Kind werde?
00:18:29: Also das ist der zweite Teil.
00:18:32: Der genauso langen ist wie der erste Teil übrigens in Ruhe zu gucken.
00:18:36: Wie kann man mit diesen einzelnen Aspekten dem Kind so zur Seite stehen, dass es erstens und darum geht es zu einem beziehungsfähigen Menschen wird, der Dialog fähig ist, der dazu eine Lage ist, Ich zu sagen... Genauso dazu in der Lage ist du zu sagen, also sozial zu werden.
00:18:55: Und eben wir für ich zu sein.
00:18:58: Darum geht es.
00:18:59: Geht's im Kapitel sieben und Kapitel acht?
00:19:01: Was meinst Du damit?
00:19:03: Da gehts um die wesentliche Atmosphäre!
00:19:06: Naja, wenn du jetzt nach der wesentlichen Atmosphäre fragst.
00:19:09: Das hatte ich eben schon gerade gesagt.
00:19:11: Das sind die Elemente Interesse, Offenheit, Empathie und so weiter was ich eben grade gesagt habe.
00:19:17: Da geht es eben ganz elementar darum wie können wir für gute Luft sorgen?
00:19:24: Wie können wir eine Beziehungsatmosphere sorgen dass unser Kind sich wohl fühlt das er sich zu Hause fühlt Dass er sich öffnen kann?
00:19:34: Und in dem Teil davor, da ging es eben darum, geht Gleichberechtigung mit einem Kind?
00:19:39: Was heißt das eigentlich konkret?
00:19:41: und dann ist natürlich immer auch die Frage was wird ausgetauscht.
00:19:45: Also was wirkt auf unser Kind ein?
00:19:48: Was können wir ihm zumuten?
00:19:51: Was ist das Richtige einwirken?
00:19:53: Wo wird etwas zu viel?
00:19:54: Woran können wir das erkennen?
00:19:56: Worin können wir überhaupt das Wesen des Kindes erkennen?
00:20:00: Die wesentliche Atmosphäre führt dazu dass wir das erkennen können.
00:20:04: Schön, ich glaube jetzt haben wir wirklich so einen ersten Eindruck vom Inhalt deines Buches.
00:20:09: Das waren diese acht Kapitel wo wir jetzt ein bisschen einen Überblick bekommen haben.
00:20:12: Abschließend Miriam was kannst du sagen zum Buch und was geht es auch noch?
00:20:17: Es geht natürlich auch darum immer wieder zu gucken was können wir tun damit unsere Kinder uns nicht selbst zum Kind machen?
00:20:26: Also wie können wir erwachsen bleiben, wenn wir getriggert werden?
00:20:31: Dann ist natürlich eine Frage ganz konkret.
00:20:34: Wie gehen wir mit Social Media um?
00:20:36: Mit der ganzen digitalen Nutzung.
00:20:37: Wie kann dort der Dialog helfen?
00:20:40: Das sind also auch Punkte die natürlich da auch mit einer Rolle spielen.
00:20:46: Ganz elementar auch nur, wenn ich an das Kapitel denke wo es um Augenhöhe geht was heißt eigentlich Augenhöhen?
00:20:53: das Kind zu erkennen wer's tatsächlich ist gerade nicht so bleiben.
00:20:56: Es nicht zu überhöhlen, kommen immer wieder auch dann nochmal die Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen wo die Eltern nicht auf Augenhöhe waren, wo sie immer nach oben gezeigt haben und gesagt haben so musst du werden, so musste werden das zu schaffen dass beim eigenen Kind nichts zu machen.
00:21:12: also das sind alles Punkte um die es geht gibt natürlich auch Aufgaben der Selbstreflexion.
00:21:17: also mal gut damit arbeiten.
00:21:19: genau
00:21:21: Ich freue mich auf die Folgen, die auf uns warten.
00:21:23: Jetzt haben wir so ein bisschen Überblick von deinem Buch vom Inhalt deines Buches und ich freue mich sehr in den Diskurs zu gehen weil ich meine auch für mich wo selber vier Kinder hat habe natürlich einige Erfahrungen diesbezüglich und kann natürlich auch aus dem Nähkästchen plaudern und das war jetzt aber mal so die Die dritte Folge jetzt in dieser Serie oder in dieser Reihe, die wir machen an Podcasts.
00:21:48: Und vielen herzlichen Dank für deine Ausführungen!
00:21:51: Ich danke dir!
00:21:52: Ja und unseren Zuhörern wie immer wünschten eine gute Zeit, tragt Sorge und bis bald.
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