Folge 4: Wo stehst Du? Der Beziehungscheck Teil 1
Shownotes
Fühlst Du Dich wohl, als Person nicht angezweifelt und in Deinen Beziehungen gestärkt? Wo stehst Du in der Familie, im Elternsein, in der Partnerschaft und im Beruf? Warum sich jeder regelmäßig diese Fragen stellen sollte und warum erfüllte Beziehungen die ultimative Basis für seelische Gesundheit sind, besprechen Mirriam Prieß und Sven Furrer in der heutigen Folge ihres Podcasts. Damit vertiefen sie in dieser Folge das erste Kapitel des neuen Buchs „Familie ohne Burnout – Wie Eltern sich nicht erschöpfen und Kinder nicht die ausgebrannten Erwachsenen von morgen werden“ und zeigen auf, wie jeder noch heute seinen ganz persönlichen Beziehungsabgleich machen kann, was die Drittel-Regel ausmacht, warum ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen so wichtig ist und warum uns manchmal unser Bauchgefühl aufzeigt, wie es um uns steht. Wir müssen nur darauf hören.
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Transkript anzeigen
00:00:14: Ich kann natürlich nur gleichberechtigt gut vorkommen, wenn mir in meiner Beziehung konstruktives Entgegen gebracht wird und wenn ich dazu bereit bin auch anzunehmen.
00:00:28: Wenn ich bereit bin den anderen in der Beziehungen zuzulassen, Beziehungsabgleich jetzt einmal machen wo stehen Sie in Ihren Beziehionen?
00:00:38: Und in welchen beziehungen fühlen sie sich im Moment geschwächt?
00:00:47: Herzlich willkommen zu unserem Podcast.
00:00:48: Gesundes Leben ist gelingende Beziehung, hallo Miriam!
00:00:52: Hallo Sven!
00:00:53: Dein neues Buch eben erschien.
00:00:55: Familie ohne Burnout ist die inhaltliche Grundlage für die Fortsetzung unseres Podcasts.
00:01:00: Pro Folge thematisieren wir ein Kapitel und geben den Zuhörerinnen und Zuhörer das Basiswissen mit so dass sich beim Lesen der jeweiligen Kapitel die Inhalte schon vertraut sind und sich sehr schnell erschließen.
00:01:13: aber es ist natürlich nicht zwingend dass man das Buch nachher liest.
00:01:16: Und trotzdem ist es für uns so ein bisschen eine Guideline, wo wir uns von Kapitel zu Kapitel oder eben vom Thema zu Thema hangeln bzw.
00:01:23: die thematisieren und die auch besprechen.
00:01:26: aber sie bekommen natürlich auch über die Folge unserer Podcast genügend Wissen mit.
00:01:31: Das Ganze ist ja entstanden auch während des Schreibens dass ich an der einen oder anderen Stelle Dass mir da aufgefallen ist, dass man sicherlich einige Dinge auch noch tiefer hätte beschreiben können oder vielleicht noch mehr Beispiele mit reinnehmen können.
00:01:46: Und da war ja unsere Idee das wir deswegen den Podcast auch nutzen.
00:01:52: Ja, vielleicht noch ein bisschen facettenreicher bestimmte Situationen.
00:01:56: Die in Familien, die in der Kindererziehung, die aber auch in der Paarbeziehung und in der Elternbeziehungen ganz existenziell und elementar sind nochmal mit reinzubringen.
00:02:05: Und dafür ist eben der Podcast da.
00:02:07: und wie du sagst also das Buch muss jetzt nicht gelesen werden Es reicht auch wenn einfach die Fragen aus dem Familienalltag, aus dem Paaralltag entstehen sich diese Folgen anzuhören.
00:02:19: Und
00:02:19: trotzdem gibt uns das Buch so ein bisschen einen dramaturgischen Bogen.
00:02:22: Es ist einerseits inhaltlich natürlich eben auch sehr familienspezifisch, weil es ja heißt Familie ohne Burnout und andererseits gibt es natürlich viele Themen die wir auch schon in unserem Podcast besprochen haben.
00:02:34: aber wie du gesagt hast wollen wir da natürlich auch noch spezifische Beispiele machen und auch thematisieren.
00:02:41: Ja dann starten wir doch gleich mit dem ersten Kapitel die Basis unseres Podcasts.
00:02:49: und wie ich das verstehe, wenn ich das Buch mir anschaue.
00:02:52: Auch so ein bisschen eine Zusammenfassung eben diese was ist eine gelingende Beziehung oder was zeichnet eine gelingenen Beziehungen eigentlich auch aus?
00:03:00: Es ist letztendlich auch für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer die Erinnerung nochmal daran, dass das was letztendlichen die Grundlage für Gesundheit ist einfach gelingende Beziehungen.
00:03:11: Also sich immer wieder bewusst zu machen, dass ein gutes Leben, ein zufriedenes Leben, Ein erfülltes Leben wie auch ein gesundes Leben immer wieder steht und fällt mit unseren Beziehung, die wir führen.
00:03:25: Und ja die Antwort auf Gesundheit gar nicht so kompliziert ist sondern oft diesen einzigen Aspekt herunterzubrechen ist, den wir natürlich dann individuell ausgestalten.
00:03:35: Und da ist eben einfach die Hauptaussage im ersten Schritt jeder der krank geworden ist und auch Die Familien, die sich erschöpfen.
00:03:49: Da hat die Beziehung nicht mehr funktioniert.
00:03:52: Die Beziehungen ist Konflikt beladen.
00:03:55: Die Betroffenen sind nicht mehr zufrieden, erreichen sich nicht mehr, fühlen sich nicht zu Hause und darüber ist dann die Krankheit auch entstanden.
00:04:03: Übrigens ganz interessant wusstest du dass jeder dritte Deutsche im Laufe seines Lebens Therapie oder Couching in Anspruch nimmt?
00:04:12: Das wusste ich, weil auch in der Schweiz gibt es genau die gleiche Statistik und das habe ich eben auch erletzt hingelesen.
00:04:18: Dass auch in den Schweiz eben jede dritte Person irgendwie mal in diese Richtung Sachen thematisieren muss in seinem Leben.
00:04:27: Und die psychische Erkrankung bei Kinder- und Jugendlichen ist seit Corona massiv gestiegen?
00:04:32: Ja Und weißt du was neben der Burnout-Diagnose jetzt immer weiter wächst an einer ganz typischen Diagnose, die du fast an jeder Ecke im Moment hörst?
00:04:46: Nein.
00:04:47: ADHS.
00:04:49: Ja ja.
00:04:49: Im Moment kommen sehr viele Menschen zu mir in die Beratung, die entweder selbst feststellen durch einen Test.
00:04:57: Ich habe ADHS oder die Berichten, dass ihre Kinder betroffen
00:05:01: sind.".
00:05:02: Aber ADHS muss man ja auch ein bisschen genauer... also das ist ja ein unglaublich vielseitiges Feld des ADHS, oder?
00:05:08: Das stimmt, da können wir jetzt natürlich nicht weiter darauf einsteigen.
00:05:10: Wir können vielleicht noch mal eine extra Folge draus machen weil das ist auch eine ganz zentrale Beziehungsfrage.
00:05:17: Die Überaktivität, das ja einen Symptom auch dass die Betroffenen überhaupt gar nicht auch eine Beziehung zu sich selbst haben.
00:05:24: Sich fühlen in Beziehungen und nicht lange gut bleiben können mit dem was sie tun.
00:05:31: Das heißt also der Bezieherspekt ist so ein... Elementarer Aspekt, wir haben darauf gerade in der heutigen Zeit so bewusst drauf zu achten.
00:05:40: und man muss einfach auch sagen du weißt auch dass die Therapie Plätze überfüllsend.
00:05:47: Es sind gewarte Zeiten, über sechs Monate mittlerweile wird auch immer weiter bei KI nach Beratung und nach Therapie nach vergeblicher Beziehung gesucht um gesund zu werden.
00:06:01: das heißt also obwohl auch so viel angeboten wird werden die Menschen immer kranker und gerade auch und auch das besprechen wir sicherlich im Zeitalter von KI wo Beziehung letztendlich mit einem Code gar nicht möglich ist, werden wir immer beziehungsärmer und psychisch immer kränker.
00:06:22: Also quasi zusammengefasst wenn wir uns bewusst sind das Lebenbeziehung bedeutet is die Antwort auf unser Leben-Beziehungsfähigkeit.
00:06:28: aber wie erlange ich dann Beziehungsfähigkeit?
00:06:32: Die Antwort auf unsere Leben ist gelingende Beziehungen denn Beziehion an sich ist natürlich erstmal wertfrei.
00:06:39: also wir sind ja die ganze Zeit in Beziehunk Und darüber sagen wir noch nicht aus, ist die Beziehung gut, die wir führen.
00:06:46: Wir brauchen eben eine gesunde Beziehungen – eine gelingende Beziehungsbeziehung damit wir auch gesund sind.
00:06:52: Denn Krankheit entsteht durch eine schlechte, durch eine ungute, durch vergiftete BeziehUNG.
00:06:58: Also beziehung ist erstmal ein wertfreier Begriff.
00:07:01: Beschreibt Interaktion!
00:07:03: Dann ergänzt sich meine Frage, also wie erlange ich gute Beziehungsfähigkeit?
00:07:07: Das ist eben auch ein ganz entscheidender Punkt.
00:07:11: Dass es dafür nicht viel braucht!
00:07:12: Wir haben's ja in unseren Folgen immer mal wieder besprochen und ich würde vorschlagen dass wir diese Folge nehmen das unsere Zuhörerinnen und Zuhörer die uns schon lange folgen auch, die uns kennen doch diese Folge einmal auch zum eigenen abkürzen gleich nehmen, zum eigenen Beziehungsabgleich zu gucken.
00:07:32: Okay wir sind jetzt ja glaube ich auch schon seit drei Jahren mit unserem Podcast unterwegs und die Betroffenen, die uns zuhören haben sicherlich auch an sich gearbeitet.
00:07:42: Wir bekommen ja auch viele Zuschriften jetzt mal abzugleichen wo stehen wir jetzt im August?
00:07:50: ... in unseren Beziehungen.
00:07:54: Was haben wir verändert und wo hängen wir möglicherweise immer noch fest?
00:07:58: Führen wie eine gute Beziehung oder haken das möglicherweise so unter?
00:08:03: erster Punkt ist sich einmal grundsätzlich bewusst zu machen, weißt du auch was Menschen antworten, vom Gefühl her wann die Beziehung gut ist.
00:08:12: Was menschen antwortet wenn die Beziehen gut ist?
00:08:14: Ja
00:08:14: also wenn du Menschen fragst sag mal is deine Beziehungen gut?
00:08:18: was würdest du beschreiben?
00:08:19: Was würde der Mensch dir antwort'n?
00:08:22: Joa mir fehlt ja nichts.
00:08:25: Na ja, aber da kann ich dir sagen es kommt zu mir dann immer wieder Betroffene die sagen.
00:08:31: Also ich dachte eigentlich ist meine Beziehung gut?
00:08:35: und jetzt stelle ich fest dass wir nur noch in der Funktion waren.
00:08:38: oder haben wir nicht mal über ein Buch gesprochen?
00:08:41: das hatte ich zufällig Mal In einer Bibliothek liegen sehen glaube ich sogar auch vom Therapeuten.
00:08:46: geschrieben war der Titel Ich dachte meine Ehe sei Gut bis meine Frau die Scheilung Einreichte.
00:08:52: Also die Aussage zu geben, mir fehlt ja nichts.
00:08:56: Ist keine Grundlage dafür dass die Beziehung tatsächlich gut ist.
00:08:59: möglicherweise bist du zufrieden aber auch da vielleicht an der Oberfläche?
00:09:06: Ja Ja, aber eben darum ist es ja natürlich unheimlich schwierig und das interessiert mich wirklich.
00:09:12: Wie analysiere ich meine Beziehung bzw.
00:09:15: meine Beziehungsfähigkeit nach welchen Kriterien?
00:09:19: Und wie kann ich das einordnen?
00:09:20: Weil eben darum habe ich jetzt so eine profane Antwort gegeben auf deine Frage.
00:09:24: mir fehlt hier an nichts.
00:09:25: Das ist ja meistens im Außen oder irgendwelche materielle Sachen die das umschreiben Aber grundsätzlich geht's ja auch mehr.
00:09:33: Also im ersten Schritt ist Beziehung immer ein intuitiver Prozess.
00:09:37: Und das, was mich auch als Ärztin und Therapeuten immer wieder über die vielen Jahre mit denen ich mit Menschen arbeite, auch freut... ist, dass jeder von uns in sich die Antwort auf sein Leben und auf seine Gesundheit trägt.
00:09:55: Und auch das Wissen darüber ob die eigene Beziehung tatsächlich gut ist oder nicht.
00:10:01: Das ist der intuitive Bereich.
00:10:03: Wir haben im ersten Schritt wieder einen Zugang zu unserem Gefühl zur Intuition zu entwickeln wo wir wenn wir uns öffnen und fragen Ist unsere Beziehungen eigentlich darauf auch die Antwort haben.
00:10:19: Kommen wir nachher vielleicht, ich weiß jetzt nicht ob wir das in dieser Folge besprechen aber auch spätestens in der Folge wo wir die Beziehung zu sich selbst nochmal besprechen wie man den Zugang zur eigenen Intuition auch wieder verstärken kann.
00:10:31: Das besprechen... Aber jetzt im ersten Schritt.
00:10:34: was die Menschen antworten, die in einer guten Beziehungen sind und sie sich einfach wohlfühlen, die gesund sind, die erfüllt sind, Ein ganz entscheidender Punkt ist, dass ich mich wohlfühle in meiner Beziehung und ich kann vertrauen.
00:10:58: Und das Vertrauen entsteht ja nicht im Kopf sondern es ein tiefes Wohl
00:11:01: fühlen.
00:11:02: Ich weiß da bin ich sicher Da kann ich ich selbst sein.
00:11:09: Und ein entscheidender Punkt ist, dass die Betroffenen sagen ich fühle mich zu Hause.
00:11:15: Ich fühle sich in dieser Beziehung Zuhause beheimatet.
00:11:20: Ich kann ich selbst sein.
00:11:21: Ich vertraue
00:11:23: und was sind den Aspekte?
00:11:25: Wo ich klar merke das Vertrauen ist nicht da also irgendwelche Kontrollmechanismen oder oder dass ich dass ich irgendwelchen komische Erwartungshaltungen habe oder wie merke ich dass das Vertrau nicht da ist?
00:11:39: indem du dir die Frage stellst und die erste Antwort, die du spürst.
00:11:45: Und eben nicht im Kopf sondern in dem Fall tatsächlich viel mehr intuitiv im Bauch.
00:11:52: In dem Moment spürste hast du vertrauen oder hast du nicht vertrauen?
00:11:57: Und das ist ein ungutes Gefühl!
00:12:00: Es ist ein ungutes Gefühl, die Betroffenen sagen ja ich hätte gerne vertrauen aber irgendwo bin ich mir nicht ganz sicher.
00:12:08: Irgendwas stimmt nicht, also irgendwo kann ich mich nicht ganz einlassen.
00:12:13: Irgendwo kann ich nicht ganz in Anführungsstrichen so wie du sagst die Kontrolle aufgeben.
00:12:19: das heißt Ich kann nicht sicher davon ausgehen dass alles gut ist.
00:12:23: ich erwarte Dass eigentlich im nächsten Moment vielleicht doch etwas passiert oder ich erwarte, dass so wie ich bin vielleicht doch nicht so ganz richtig ist.
00:12:33: Ich knüpfe mein Sein meiner Art und Weise, wie ich mich in der Beziehung verhalte indem ich schaue was erwartete andere also an die Erwartung des anderen.
00:12:44: Ich bin eher eine Reaktion anstatt das sich frei ich selbst bin.
00:12:50: Aber das sind ja zwei Aspekte.
00:12:52: Einerseits eben es passiert irgendwas, da braucht's ja eine Zweitperson also die irgendwas auslöst und das andere ist was du eben angesprochen hast Ja ich weiß gar nicht ob ich wirklich der bin oder beziehungsweise was ich eigentlich brauche um vertrauen zu haben.
00:13:09: Das ist ja dann bei sich selber.
00:13:11: Natürlich hängt jede gute Beziehung die wir führen steht und fällt mit der Beziehungen zu uns selbst.
00:13:19: Sie hängt von der Beziehung zu uns selbst ab.
00:13:23: Und je mehr ich mir selbst vertraue, umso leichter fällt es mir natürlich auch einem anderen Menschen zu vertrauen.
00:13:31: Umso realistischer bin ich!
00:13:33: Ich bin unabhängiger weil ich mich selbst habe und darüber kann ich zum Beispiel viel einfacher auch eine gewisse Abhängigkeit gestalten.
00:13:44: Ich kann mich viel leichter einlassen, weil ich.
00:13:48: Ein wichtiger Aspekt, den wir ja auch schon öfters thematisiert haben ist der Dialog.
00:13:52: Und du hast – das haben wir auch schon thematisiert – das Dialog Dreieck und der Dialogue kann ja auch missverstanden werden.
00:14:01: Es ist nicht einfach nur Kommunikation.
00:14:04: Kannst du das vielleicht noch ein bisschen erläutern?
00:14:06: Wie sollte ich im Dialog stehen nach außen wie nach innen mit mir selber um eben Vertrauen zu erlangen?
00:14:18: Gut ist und natürlich für die Beziehung.
00:14:20: Und das ist eben ja ein ganz entscheidender Punkt, wo ich auch in meiner Arbeit mit den Menschen, die in die Beratung gekommen sind, geschaut habe ... Die kommen ja alle, wenn sie krank geworden sind.
00:14:36: Bei sehr vielen Menschen ist das vertrauenmassiv erschüttert.
00:14:39: Viele wissen nicht mehr wirklich wer Sie sind.
00:14:41: Viele haben sich noch nie zu Hause in eine Beziehungen gefühlt.
00:14:47: Da ist natürlich die Frage, was können wir tun?
00:14:51: Und Beziehung ist sobald wie erwachsen sind und das ist ja das Gute.
00:14:57: Beziehungen ist ein ganz bewusster Gestaltungsprozess den wir selbst in die Hand nehmen können.
00:15:03: Das ist wichtig sich bewusst zu machen!
00:15:07: Wir können unsere Beziehion so gestalten dass wir vertrauen, dass wir uns Zuhause fühlen dass wir wir selbst sein können.
00:15:19: Das ist ein ganz entscheidender Punkt, Wir haben es in der Hand und der Podcast die Staffel jetzt is ja eine Familienstaffel.
00:15:27: Es geht ja um die Familie Und das geht auch, dass wir von Anfang an uns deutlich machen Dass die Kinder es nicht in der hand haben.
00:15:34: Kinder kommt auf die Welt und haben erst mal einen Urvertrauen.
00:15:37: Kinder vertrauen ihren engsten Bezugsperson den Eltern.
00:15:41: Kinder brauchen auch das Vertrauen weil die Kinder existenziell abhängig sind.
00:15:47: Und dann ist die entscheidende Frage, gehen die Eltern richtig mit dem Vertrauen um?
00:15:53: Fördern stärken sie durch das Vertrauen was die Kinder ihnen entgegenbringen.
00:15:59: Das Selbstvertrauen der Kinder oder missbrauchen Sie das Vertrauen.
00:16:03: Vertrauen sie ihren Kindern nicht aufgrund eigenem fehlenden Selbstvertrauen.
00:16:07: Und dann kommen Erschütterungen, die letztendlich im erwachsenen Alter zu Misstrauen führen, zu Unsicherheiten führen oder zu Zweifeln führen.
00:16:17: und der Dialog ist eine Beziehungsform.
00:16:23: Es ist die Art und Weise wie wir miteinander umgehen das Vertrauen bleibt Vertrauen gestärkt wird, geschützt wird und dass jeder der in dieser Beziehung betroffen ist.
00:16:38: Der die Beziehungen führt sich zu Hause fühlt und er selbst sein kann.
00:16:43: Und da gibt es eben ganz entscheidende drei Aspekte, worauf wir zu achten haben.
00:16:50: Das wollen wir in dieser Folge beginnen zu besprechen als Fresh Ups sozusagen und das ist das was unsere Zuhörerinnen und Zuhörer vielleicht einmal auch abgleichen können gucken können.
00:17:02: Mensch, wo stehen wir im Moment in unserer Familie?
00:17:06: In den einzelnen Beziehungen, Partnerschaft, Elternschaft aber natürlich auch die anderen Beziehung, die wir im Leben haben – die Freundschaften und die beruflichen Beziehungs-.
00:17:16: Lass uns doch gleich mal eine Frage mitgeben!
00:17:19: Es ist ja immer wieder ein innerer Abgleich zur Ruhe zu kommen.
00:17:24: Könntest du jetzt antworten wenn ich dich fragen würde zum Beispiel in deiner Familie, wenn man deine Kinder fragen würde und deine Frau fragen würde.
00:17:38: Gibt es dort Vertrauen?
00:17:39: Da gibt es absolut Vertrauen!
00:17:41: Vertraut
00:17:41: man dir?
00:17:42: Ja, man vertraut mir.
00:17:44: das glaube ich schon weil ich versuche natürlich vielleicht nicht immer gleich.
00:17:51: jetzt kommt natürlich auch ein bisschen auf die Lebenssituation drauf an aber Ich versuche möglichst einen konstruktiven Dialog aufrechterhalten, aber egal in welcher Phase bzw.
00:18:02: in welchen Situationen wir sind das gelingt mal besser, mal weniger.
00:18:07: Das finde ich recht natürlich je nachdem wie man auch mit anderen Sachen beschäftigt ist und ja dennach geht
00:18:15: Und das ist zum Beispiel eine Frage die jeder sich einmal stellen kann Diejenigen die mir am liebsten sind, die mehr am nächsten sind Vertrauen diese Menschen mir.
00:18:27: Bin ich ein vertrauenswürdiger Mensch?
00:18:30: Wie gehe ich eigentlich mit Vertrauen
00:18:32: um?".
00:18:33: Und natürlich auch sich selbst zu fragen, vertraue ich aber eben nicht dass du auszusparen in der Beziehung?
00:18:42: den anderen wird mir vertraut und da ist eben ein ganz entscheidender Punkt den du sagst, Vertrauenschaft wenn man zu mir kommen kann und ich konstruktiv bleibe Wenn ich bereit bin, den anderen in der Beziehung zuzulassen anzunehmen und bereit bin dafür ihn zulassen und zu fordern und zu fördern indem wer ist.
00:19:10: Das finde ich ja eine große Challenge weil du musst das gegenüber erfassen können, wer er wirklich ist.
00:19:18: Und darum muss man sich ja auch mit ihm auseinandersetzen.
00:19:21: also gerade bei den Kindern weil ich meine ich habe vier Kinder und da ist jeder so was von unterschiedlich und darum ist natürlich auch wie soll ich jetzt sagen das konstruktiv, der konstruktive Dialog auch unterschiedlich mit den einzelnen Kindern?
00:19:37: Also dass es eben ein wichtiger Punkt der Dialog ist immer konstruktif Wenn wir über eine gute Beziehung, über eine gesunde Beziehungen sprechen.
00:19:47: Dann ist die Beziehungs darüber gekennzeichnet dass im Minimum jeder stehen bleibt im Wesentlichen und im Optimum gestärkt wird.
00:20:00: Also was meinst du mit stehenbleibt?
00:20:02: Naja, dass du stehen bleiben kannst wer du bist.
00:20:05: Dass du in deiner Person nicht angezweifelt wirst das ganz entscheidend.
00:20:10: man kann über das sprechen was du tust aber Du als deine person das was dich im wesentlichen auszeichnet Das wird nicht infrage gestellt das wird stehen gelassen und Im optimum wirst du gestärkt.
00:20:24: das heißt du fühlst dich in dieser beziehung gestärk.
00:20:27: Das macht auch ein starkes Familienlehm aus, dass jeder das Gefühl hat, was für mich wichtig ist.
00:20:34: Ich muss nicht hundertprozentig vorkommen!
00:20:36: Das ist in den meisten Fällen nicht möglich, denn dann wären wir alle Abziehbälder und gleich.
00:20:43: Aber das, was entscheidend ist, ist, dass Jeder im Wesentlichen stattfindet.
00:20:50: Und da ist ja auch die Schwierigkeit.
00:20:52: Also gerade bei den Kindern, weil ich meine die Kinder sind ja unheimlich intuitiv in ihrem Ursprung und auch direkt und indem sich sage ich jetzt mal so ein bisschen metaphorisch unmaskiert und wir Erwachsene sind ja geprägt also das heißt von unserem Leben logischerweise und von unserer Familie und haben ja vermeintlich auch oftmals das Gefühl Wir wissen was das Richtige ist aber es ist eben nicht alles das Richtig für alle Leute oder für alle Menschen.
00:21:21: Das ist die dialogische Haltung, die du schon beschreibst auch der Gleichberechtigung Die Bereitschaft nicht sich zum Maßstab zu machen sondern zu sagen okay ich weiß wer ich bin setzt das natürlich voraus dass wissen wir als erwachsene menschen und wenn wird es nicht wissen haben wir uns darum zu kümmern.
00:21:44: Das besprechen wir ja auch in aller Ausführlichkeit.
00:21:46: Wer bin ich als Mutter?
00:21:47: Wer bin nicht als Frau, wer bin ich ... Als Partnerin?
00:21:52: Machen wir eine eigene Folge da!
00:21:53: Genau,
00:21:54: dasselbe.
00:21:54: Wer Bin Ich als Vater, als Mann und als Partner?
00:21:57: Und das ist wie können wir unser Kind in dem Wesen erkennen was unserem Kind entspricht?
00:22:03: Das machen wir alles.
00:22:04: Aber im ersten Schritt ist überhaupt diese Grundkonstruktive Atmosphäre... Ich bleibe bei mir.
00:22:14: Ich sorge dafür, dass ich in unserer Beziehung vorkomme und mich gut fühle.
00:22:23: Und gleichzeitig sorge ich dafür, das ich auch den anderen zulasse gleichberechtigt und dass ich abgleiche, dass sich auch ihn im Guten fühle!
00:22:34: Und dann habe ich noch ein Gefühl für das wir.
00:22:37: Das heißt gesunde Beziehungen wird immer auf drei Ebenen geführt.
00:22:42: Wir haben ein Gefühl für uns selbst.
00:22:44: Wir haben einen Gefühl für den anderen, also wir können sagen das macht den Anderen aus und wir lassen ihn aktiv stehen genauso wie wir uns vertreten.
00:22:55: Und dann schauen wir und was macht unsere Beziehung aus?
00:22:59: Kommt unser wir noch vor?
00:23:03: Also dieser Aspekt der Gleichberechtigung eindrittel ich, eindrittel du und ein drittel wir.
00:23:11: Das ist der erste entscheidende Aspekt um in Beziehung Vertrauen zu schaffen, um sich beheimatet zu fühlen.
00:23:20: Und somit auch das Gleichgewicht zwischen nehmen und geben auszuloten?
00:23:25: Ja, absolut.
00:23:26: Das wäre der nächste Aspekt vielleicht ein Beispiel zur Gleichberechtigung.
00:23:32: noch einmal wie wichtig es ist dass wir stehen gelassen werden.
00:23:37: in einem Seminar ging es um das Thema der gleich Berechtigung und Es ist ja immer eine Frage des gefühltes.
00:23:43: Beziehung findet nicht im Kopf statt sondern Die Frage ist, fühle ich mich gesehen oder nicht?
00:23:50: Fühle ich mir stehen gelassen oder nicht.
00:23:51: Fühles ich mich wohl und habe noch meine
00:23:53: Gefühle?".
00:23:55: Das ist... Also fühle Ich mich überhaupt noch!
00:23:57: Jeder der sich erschöpft hat aufgehört zu fühlen vor allem die Männer, die fühlen sich nur über ihre Körpersymptome.
00:24:02: Also das ist immer wieder der Abgleich.
00:24:05: Fühl' ich mich gut und wohl.
00:24:08: So ein Seminarteilnehmer wurde ganz nachdenklich und sagte dann während des Seminars Also ehrlich gesagt wird mir jetzt deutlich, wie kaputt meine Beziehung eigentlich ist.
00:24:25: Weißt du was er festgestellt hat?
00:24:27: Nein!
00:24:29: Der wollte nicht mehr nach Hause der hatte eine Familie Frau zwei Kinder hatten Job gehabt und ja war auch gut beschäftigt Und da berichtete dass er in den letzten Monaten immer länger in der Firma geblieben ist Und wenn es dort nichts mehr gab, dann ist er noch mal im Block gefahren.
00:24:52: Hat der extra nochmal getankt oder das Auto nochmal gewaschen?
00:24:55: Oder hat alle möglichen Ausreden gefunden um nicht direkt nach Hause zu fahren?
00:25:02: Das ist ihm vorher gar nicht aufgefallen Okay.
00:25:04: Sondern der dachte ja gut, also ich hab noch was im Job zu tun und das Auto muss jetzt auch nochmal gewaschen werden.
00:25:10: Ich weiß gar nicht ob er dreimal in der Woche das Auto dann gewascht hat.
00:25:12: Also da hat alle möglichen Erklärungen gefunden um sich nach Hause zu gehen Und der Grund dafür dass er nicht mehr nachhause kommen wollte war Dass er sagte sobald die Tür aufging wurde ich infrage gestellt fing Gemäcker an, war die Aufregung mit den Kindern.
00:25:31: Aber ich ... Ich kam dort zu Hause überhaupt nicht vor.
00:25:36: Aber ein Stadt das miteinander auszuhandeln?
00:25:39: Das macht ja eine erwachsene Beziehung aus!
00:25:41: Ja genau.
00:25:42: Wer bist
00:25:43: du?!
00:25:44: Darüber müssen wir sprechen.
00:25:45: Wer bin ich?
00:25:46: Darüber sprechen wir genauso.
00:25:48: Was ist unsere Vorstellung von unserer Partnerschaft und unserer Elternschaft und unserer Familie?
00:25:54: Und dann gucken wir, kommt dort jeder gleichberechtigt vor.
00:25:58: Da muss drüber gesprochen werden, und zwar im Konstruktiven.
00:26:02: gerade auch wenn ich sage Ich fühle mich nicht mehr wohl dann ist die konstruktive dialogische Haltung ich sage es deswegen um mich wiederwohl zu führen so immer in dieser Haltung bleibe, dann können wir auch Kritik üben.
00:26:18: Weil der andere weiß, der andere gibt keine Kritik um mich fertig zu machen oder um mich zu verlassen sondern mit mir gemeinsam zu suchen nach einer Lösung das wir wieder zueinander finden.
00:26:32: so und das ist die dialogische Haltung und dass es auch die Gleichberechtigung
00:26:38: ja absolut ein schönes Beispiel.
00:26:41: Ich habe ja schon den zweiten Punkt angesprochen, eben das Gleichgewicht zwischen Nehmen und Geben.
00:26:48: Kannst du vielleicht darüber noch was sagen?
00:26:50: Also das nehme ich an ist ja auch auf der Basis Dialog Dreiecks.
00:26:54: Ich komme genauso vor wie Du und umgekehrt oder?
00:26:57: Das gleich Gewicht zwischen nehmen und geben hält eine Beziehung deswegen gesund in dem sie den Austausch im konstruktiven Held.
00:27:08: Das heißt also, ich versuch das mal einfacher zu formulieren.
00:27:12: Wir haben ja gesagt Beziehung ist immer Austausch und wenn wir erst einmal von Beziehungen sprechen dann wissen wir nicht ob die Beziehungszeit gut oder schlecht ist, ob sie gesund oder ungesund ist.
00:27:21: Und wir müssen halt schauen was wir in Beziehunge austauschen.
00:27:27: Was wir uns tagtäglich, nicht nur am Wochenende oder im Urlaub sondern wenn wir morgens aufstehen, wenn wir uns Mittag sehen oder abends sehen Das, was wir geben und nehmen.
00:27:41: Dass das im Gleichgewicht bleibt?
00:27:45: Und dass das konstruktiv und gut ist?
00:27:49: Also im Grunde genommen hängt dieser zweite Aspekt immer mit dem ersten Aspekt zusammen.
00:27:54: Ich kann natürlich nur gleichberechtigt gut vorkommen Wenn mir in meiner Beziehung Konstruktives entgegen gebracht wird
00:28:03: Ja
00:28:03: und wenn ich dazu bereit bin auch anzunehmen.
00:28:07: Viele Menschen können ja in Beziehung gar nicht annehmen, die sind die ganze Zeit immer nur am Geben geben und verausgaben sich.
00:28:14: Also
00:28:16: ist im ersten Schritt, sich bewusst zu machen was tauschen wir eigentlich gerade in der Partnerschaft aus?
00:28:23: An Worten, an Gedanken, an Gefühlen, an Handlungen, an ... Auch Nicht-Worten!
00:28:32: An Haltung Und das, was mir entgegen gebracht wird.
00:28:36: Auch dass, was ich den Anderen entgegentbringt.
00:28:40: Stärkt ihn das?
00:28:41: Oder schwächt ihm das?
00:28:43: Fühle Ich mich gestärkt oder fühle ich mich geschwächt?
00:28:47: So und dieses Wechselspiel, das beschreibt der zweite Aspekt.
00:28:52: Wir machen uns bewusst, dass wir austauschen und damit wir gesund bleiben haben wir im Gleichgewicht zu bleiben zwischen nehmen und geben.
00:29:00: Wir müssen dazu in der Lage sein, zu nehmen wie auch zu geben.
00:29:04: Und dass wir konstruktiv bleiben.
00:29:08: so und da kann man in Ruhe sich zusammensetzen.
00:29:11: Kann man auch im ersten Schritt das alleine für sich machen?
00:29:14: Einmal sich die einzelnen Beziehungen nehmen, die geklärt werden möchten und sich mal aufschreiben Was wird mir eigentlich entgegen gebracht?
00:29:22: Was bringe ich den Kindern entgegend, was findet unsere Partnerschaft statt.
00:29:27: Ja!
00:29:28: Was tauschen wir als Eltern aus?
00:29:31: Also das ist ein ganz entscheidender Punkt.
00:29:34: Aber ein großer Challenge also weil man ist so sage ich jetzt mal von äußeren Einflüssen wird man tagtäglich eben auch beeinflusst dass es Unheimlich schwierig, das in der Balance zu behalten.
00:29:50: Weil es gibt ja Phasen im Leben wo man halt vielleicht ein bisschen mehr nimmt als man gibt und umgekehrt.
00:29:59: also von dem her ist es ja enorm wichtig dass man das sage ich in kurzen Abständen immer wieder abgleicht ob das immer noch in der balance ist
00:30:09: Genau.
00:30:10: Und das ist eben die Herausforderung, dass Beziehung ein unbewusster und ein automatischer Prozess ist, weil wir eigentlich die ganze Zeit in Beziehungen stehen.
00:30:21: Deswegen leben wir einfach drauf los.
00:30:25: Unser Anliegen ja auch mit dem Podcast oder das was ich jetzt eben auch im Buch beschrieben habe, ist, dass wir anfangen Bewusstbeziehung zu gestalten.
00:30:37: immer mehr selbst in die Hand nehmen und es braucht am Ende wirklich nicht viel.
00:30:42: Wenn wir uns an diese einzelnen Aspekte halten, also so zum Beispiel was du jetzt auch sagst, weißt Du was Du heute Morgen Deine Familie entgegen gebracht hast?
00:30:51: Könntest Du das sofort sagen?
00:30:53: Das könnte ich relativ schnell sagen.
00:30:55: ja!
00:30:56: Was ist dir entgegen gebracht worden, kam jeder gleichberechtigt vor.
00:31:01: Also der Mann den ich beschrieben habe, immer zum Auto waschen fuhr, der sagte gut also mir ist letztendlich Erwartungen die ganze Zeit von den Kindern entgegengebracht wurden Lärm von den Kindern Unruhe von den Kinder und von meiner Frau.
00:31:21: Was sagte er, eine lange Mine entgegen gebracht worden?
00:31:26: Eine Beschimpfung, dass ich das vierte Kind bin.
00:31:29: Das ist ihm entgegengebracht worden und die Frau, die vielleicht mit in die Beratung kommen wird, die würde möglicherweise sagen naja also meine lange Mine ist ja nicht vom Himmel gefallen sondern mein Mann bringt mir nichts mehr entgegeben.
00:31:50: Der enthält mir Wesentliches, nämlich dass er mich als Mann und Partner unterstützt.
00:31:58: Und sich nicht in Runden um den Blog oder im Büro versteckt.
00:32:05: Also so ist letztendlich auch der Austausch.
00:32:09: Das steigert sicher immer weiter hoch.
00:32:13: Deswegen ist einfach die Grundaussage, wenn Paare in der Beratung sind... Da geht es ja immer darum.
00:32:19: Das hat der nicht gemacht, das hat sie nicht gemacht.
00:32:22: Wenn Beziehung nicht mehr funktioniert, dann sind immer zwei dran beteiligt.
00:32:26: Immer die, die die Beziehungen führen.
00:32:28: Es ist niemals nur einer Schuld!
00:32:31: Ich mache jetzt ein bisschen eine provokative Aussage also weil ich meine so wie du das beschreibst ist es ja tägliche Arbeit.
00:32:37: Es is auch anstrengend und es ist ja auch bewusste täglicher Arbeit.
00:32:41: Also irgendwo muss man ja auch ein bisschen einen.
00:32:45: Wie soll ich sagen, einordnen oder einschätzen?
00:32:47: Ja wie viel Beziehung ertrage ich eigentlich.
00:32:52: Also kann ich... Ich sage ich meine, ich mache jetzt so'n bisschen eine Anspielung auf Social Media wo man irgendwie fünfzigtausend Freunde hat.
00:33:01: Das ist ja aber nicht wirklich Beziehungen.
00:33:03: Aber auch im Kleinen.
00:33:05: also ich meine um wirklich gesunde gute Beziehungs zu leben Und bewusst zu leben Kann man vielleicht nicht hunderte solche Beziehungen leben.
00:33:17: Oder kommt man da irgendwie auch in eine Routine rein, dass man das dann auch mit vielen Beziehung einfach so intuitiv leben kann?
00:33:28: Du sagst einen ganz entscheidenden Punkt!
00:33:30: Beziehungs- ist immer auch fühlen und... Natürlich, wenn wir wirklich Beziehung führen dann können wir nur ein gewisses Maß an Beziehungen auch leben und das hängt davon ab wer jeder von uns in seinem Wesen ist.
00:33:48: Einige sind beziehungsmenschen die sind kontaktfreudig Die sind extrovertiert so wie man sagt die mögenbeziehung und andere sind eher introvertierter Und es sind zwei verschiedene wesenzüge.
00:34:00: aber für beide Geld eindrittel ich Ein Drittel du, ein Drittel wir.
00:34:05: Das heißt jeder von uns hat immer wieder zu fühlen.
00:34:09: deswegen sagte ich fühle Ich mich überhaupt noch?
00:34:13: das ist das Signal dafür ob ich überhaupt noch in Beziehung bin Ja und fühle ich mich gut so Da haben wir für zu sorgen.
00:34:22: und jetzt geht es ja auch in unserem Podcast vor allem um Familie.
00:34:27: Und damit die Beziehung in Familie gut bleibt, gesund bleibt, je mehr in der Familie sind gilt das immer wieder auf diesen Punkt zu schauen.
00:34:37: kommt jeder noch vor fühlt jeder sich noch im Guten und die Erwachsenen haben das zu klären Im ersten Schritt mit sich selbst und miteinander Und rechtzeitig darüber zu sprechen.
00:34:51: Vor einiger Zeit kam eine Frau in die Beratung, Mutter von zwei Söhnen und die kamen sie mir nur zu spät und sagte sich Entschuldigen Sie ich habe mich erst mal wieder mit meinem Mann angebrüllt während der Autofahrt, weil ich habe jetzt hier die Beratungsstunde.
00:35:08: Das ist eine Zeit für mich damit ich auch wesentlich vorkomme und wir haben es eigentlich vereinbart dass er wenn die Kinder krank werden eher einspringt und das geht jetzt wieder nicht so.
00:35:19: und jetzt hab ich jetzt haben bei uns wieder am Telefon gestritten das heißt man bringt sich Wut entgegen Wirst geschwächt.
00:35:26: Keiner fühlt sich darin wohl.
00:35:28: und da fragte ich, haben sie sich dann jetzt am Sonntag wie besprochen zusammengesetzt?
00:35:33: Und ein Drittel Ich, Ein Drittel Du, Ein drittel Wir auch in der Familienplanung, in der Wochenplanung besprochen?
00:35:42: Wer hat so und zu viel Zeit für Individualität?
00:35:45: Wer übernimmt in Eventualitäten die Kinder In Anbetracht der Gesamtlage Job eigene Bedürfnisse.
00:35:54: Das Dreieck, wenn du dich daran hältst, kriegt es hin.
00:35:59: Nee haben wir nicht besprochen weil ach wir haben gedacht ach das ist dann auch so anstrengend wie du sagst.
00:36:05: aber dann sagte die Frau aber ehrlich gesagt ist es viel anstregnender sich regelmäßig immer wieder wütend anzuschreien.
00:36:13: Wir machen das jetzt also.
00:36:16: Es geht schon darum regelmäßig in den bewussten Abgleich und Austausch zu gehen Und das ist die Prävention.
00:36:26: Dann bringst du dir auch Verantwortung beidseitig entgegen, da bist du auch ein Team, weil es was beide daran arbeitet und dann arbeiten beide dran und ziehen an einem Strang.
00:36:39: Ein weiterer Aspekt ist ja Nähe- und Distanz.
00:36:41: man muss sich ja auch abgrenzen können oder?
00:36:44: Näh-und Distanz ist ein entscheidender Beziehungspunkt.
00:36:50: also wenn Paare in die Beratung kommen dann, weil genau das nicht mehr stattfindet.
00:36:56: Ja gut!
00:36:57: Eine richtige Nähe und eine richtige Distanz.
00:37:00: Ein ganz entscheidendes Thema bei erwachsenen Menschen die in Therapie kommen, die sich auch erschöpft haben sind Kindheitserfahrung von unguter Nähe oder viel zu viel Distanz also die Erfahrung von gesunder Nähe Also von richtigen Grenzen.
00:37:24: Das ist eine Grunderfahrung, die jeder Mensch von Anfang an zu lernen hat damit wir beziehungsfähig sind.
00:37:33: Beziehung isst die Frage von Nähe und Distanz Und die Bereitschaft darüber in den Austausch zu gehen überhaupt ein richtiges Gefühl dafür zu haben und Dafür dann eben auch einzutreten.
00:37:45: aber näher und das Tanz beginnt weißt du wo die auch schon beginnt?
00:37:50: Ja, die eigenen Kindheit.
00:37:51: Also das heißt natürlich... Die ist natürlich geprägt aus deiner eigenen Familie wie das gelebt wurde und dann ist das für dich die einzige Wahrheit in dem Sinn, dass ich dann einfach mitnehme wenn ich das als Erwachsenen nicht reflektiere ob das für mich als Wesen oder wie ich bin stimmt komme ich dann natürlich auf eine falsche Fährte.
00:38:14: wenn es dann nicht wieso das ein Wesensgerecht gelebt wird.
00:38:18: Ja, also da sprechen wir ja auf alle Fälle auch noch in den nächsten Folgen darüber wie wichtig das ist.
00:38:27: Also wenn ich schaue was einfach auch Menschen berichten die wirklich Schwierigkeiten haben sich in ihrer Beziehung gleichberechtigt zu vertreten.
00:38:40: Also weißt du, die Fähigkeit ich zu sagen setzt ja eine jahrelange Erfahrung voraus dass ich Beziehung erfahren hat wo man Du gesagt hat also wo mein Ich stehen gelassen hat.
00:38:56: Wo man mich respektiert hat.
00:39:00: Und wenn ich nicht dingelassen worden bin, dann kann ich auch nicht ich sagen und dann habe ich überhaupt gar kein Gefühl für die richtige Nähe und die richtige Distanz.
00:39:09: Ich hab immer wieder Frauen, die mir erzählen – auch in Beziehung zu ihren Müttern!
00:39:17: Da werden die Tagebücher in der Jugend dann heimlich gelesen.
00:39:24: Eine Klientin berichtete, die durfte ihr Zimmer nicht abschließen, fand dann ... Die Mutter, wenn sie von der Schule nach Hause kam, irgendwie wührend in ihren Sachen vor.
00:39:36: Das heißt also... Der tiefe Respekt auch!
00:39:42: Das ist deine Grenze?
00:39:45: oder auch die Umarmung.
00:39:48: Also, die Erfahrung wie gebe ich meinen Kinder näher?
00:39:53: Ja!
00:39:54: Umarme ich mein Kind ummeinend Willen?
00:39:58: Oder ummeint Kindeswillen?
00:40:00: Der ist ja ganz entscheidend.
00:40:02: aber den Punkt den ich vorhin meinte wo ja auch im Alltag eine Frage nach Näh- und Distanz isst das du oder sie?
00:40:12: Kann man sicher nicht drüber sprechen
00:40:14: Sehr individuell, ja sehr individuell.
00:40:17: Das
00:40:17: ist Nähe und Distanz!
00:40:19: Und das hat natürlich enorm viel mit der Prägung zu tun?
00:40:22: Mit der Prägung aber eben auch mit deinem wesentlichen Empfinden.
00:40:25: Ja.
00:40:26: Und das ist die Frage des Umgangs miteinander sind wir so frei dass wir uns über unsere Bedürfnisse austauschen können?
00:40:37: wie nah und wie fern wollen wir sein?
00:40:39: wo brauchen wir auch Distanz um den anderen überhaupt wieder näherzukommen?
00:40:45: Ich brauche ja auch immer einen gewissen Abstand, damit ich den anderen überhaupt sehen kann.
00:40:51: Und wir machen ja auch eine Folge ganz explizit in Partnerschaft Mann-Frau sein wenn es um die körperliche Nähe geht dort die Bedürfnisse auch die notwendige Distanz.
00:41:06: Also die Frage nach Nähe und Distanz ist ein ganz, ganz entscheidender Punkt.
00:41:12: Und das jetzt nochmal abschließend gerade in der Beziehung zwischen Eltern- und Kind da eine gesunde Erfahrung auch einer Distanzierung zu machen um überhaupt einen Gefühl für sich selbst zu entwickeln.
00:41:26: Wir haben ja in den ersten beiden Jahren ist ja die Beziehungen grade auch zwischen Mutter und Kind symbiose.
00:41:32: Ja
00:41:33: Das heißt Da gibt es kein Ich und Du sondern da gibt es nur Verschmelzung.
00:41:38: Und deswegen ist die Distanz auch notwendig, dass das Kind zu seinem Ich findet aber immer auch in der Bergung.
00:41:47: Das heißt, ich bin immer geborgen und kann immer zu meiner Mutter oder meinem Vater gehen Aber auch um zu meinem Selbststand zu finden.
00:41:56: Also können wir eine ganze Folge daraus machen.
00:41:58: Ja ja, ist interessant.
00:41:59: Das habe ich mir schon x-mal überlegt.
00:42:01: also ich meine eben wie gesagt ich hab vier Kinder und ich finde Kinder haben ist eigentlich die Kunst des Loslassens.
00:42:08: Also sag' ich mir immer weil wenn die Kinder kommen logisch haben sie eine unheimliche Abhängigkeit von uns Erwachsenen.
00:42:18: aber man muss dann auch den Zeitpunkt finden wieder los zu lassen und dann wesensgerecht ihnen ihre Privatfäre, ihren Spice auch zu geben
00:42:31: und dass sie sich eben
00:42:33: auch individuell entwickeln können.
00:42:34: Und das eben von Anfang an jeden Tag ein Stück mehr du selbst.
00:42:40: Das heißt vom ersten Moment an lasse ich dich los!
00:42:45: Und das Loslassen setzt ihr auch voraus, dass ich selbst auch Teile von mir los lassen kann... Ich mit der Abhängigkeit meines Kindes dann umgehen kann, wenn ich meine eigene Abhängigkeit loslasse.
00:43:02: Wenn ich an meiner eigenen Abhängighkeit festhalte, dann gehe ich in die Symptose und auch nachher in die Überforderung.
00:43:09: Das heißt also das Loslassen ist nicht nur, dass ich mein Kind loslasse um es festhalten zu können wenn das Halt braucht sondern auch Punkte von mir loslassen damit ich halt in mir auch finde dem ich wieder meinen Kind geben kann.
00:43:25: Also deswegen ist ein Drittel Ich Ein Drittel Du Ein Drittel wir Das ist jeder steht für sich und unseren Kindern haben wir überhaupt durch uns einen eigenen Selbststand den Impuls zu geben und vorzuleben, zu zeigen ihr habt auch zu euch zu stehen.
00:43:48: Und das zeigen wir euch indem wir euch das vormachen aber eben auch in der Partnerschaft zueinanderstehen usw.
00:43:55: In einem gesunden Austausch wo sich niemand geschwächt fühlt.
00:44:02: Das bitte auch an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer bitte überprüfen Beziehungsabgleich jetzt einmal machen.
00:44:10: Wo stehen Sie in Ihren Beziehungen und in welchen Beziehung fühlen Sie sich im Moment geschwächt?
00:44:16: Liegt es daran, was sie entgegen gebracht bekommen.
00:44:21: Liegt das etwas, was Sie auch entgegeben bringen?
00:44:24: Wo fehlt die Konstruktivität?
00:44:26: Wo fehlt möglicherweise die richtige Nähe, die richtige Distanz?
00:44:31: Und ein gleichberechtigter Selbststand und ein gutes Miteinander.
00:44:37: Schöne Zusammenfassungen können wir so stehen lassen als erste Folge beziehungsweise erstes Kapitel.
00:44:42: Vielen herzlichen Dank, Miriam für diesen Austausch und eben sehr gerne!
00:44:48: Und an unserer Zuhörerinnen und Zuhöhre.
00:44:50: das war es für heute.
00:44:52: in der nächsten Folge geht es darum wie wir eine Heimat in unseren Beziehungen schaffen können durch eine gute Atmosphäre In dem Sinn.
00:44:59: ich wünsche eine gute Zeit, tragt euch Sorge und bis bald.
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